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PETTICOAT

Petticoat Schnittmuster
 

Der PETTICOAT ist ein meist mehrlagiger oder mehrstufiger, weiter Unterrock. Ein Petticoat formt den darüber getragenen Rock oder das Kleid, schöpft aus der Weite des Saumes, lässt die Taille schlank erscheinen und die Hüfte dem Schönheitsideal folgend breiter.

Das Wort „Petticoat“ setzt sich zusammen aus dem französischen „petit“=klein und dem englischen „coat“=Umhang, Mantel.

Die größte Verbreitung erlangte diese Form des Unterrocks in den späten 1940ern bis zu den frühen 1960er Jahren – den Zeiten des Rock ´n´ Roll und Twist – jeder hat wohl die Silhouette vor Augen.

Aber bereits lange zuvor – seit dem 16. Jahrhundert –  wurden die Kleider in verschiedenen Modephasen durch unterstützende Unterröcke optisch erweitert. Oft knöchel- oder bodenlang, waren diese frühen Petticoats meist unter den edlen Roben versteckt, in einigen Perioden aber durch einen vorn geöffneten Oberrock auch visuell wirksamer Teil der Kleidung. Eine Hoch-Zeit der langen Petticoats war das Viktorianische Zeitalter Ende des 19. Jahrhunderts.

Heute sind Petticoats aus der alltäglichen Kleidung weitgehend verschwunden. Neben traditionellen Nischen wie Squaredance oder Country&Western sind Petticoats häufig in der Hochzeits-Mode zu finden.

George meint: Schade eigentlich! Mit etwas Phantasie lässt sich manches Outfit mit einem Petticoat – vielleicht auch sichtbar aus unkonventionellem Material – aufpeppen.

 
Petticoat Schnittmuster
 

Material

Das grundlegende Ziel eines Petticoats ist, den Saum des darüber getragenen Rockes zu weiten, zu stützen, ohne einen natürlichen Faltenwurf oder die Bewegungsfreiheit zu behindern.

Hierzu ist meist (sehr!) viel Material erforderlich; die Fülle wird durch starke Raffung erzielt. Das Material sollte steif sein, nicht in sich zusammenfallen, aber auch möglichst leicht zum bequemen Tragen.

Die geeignetste Grundlage für einen Petticoat ist deshalb Tüll. Dieses leichte Netzmaterial aus Nylon oder anderen Kunstfasern ist in vielen Farben günstig zu bekommen. Auch edle Varianten in Seide oder Baumwolle sind erhältlich.

Petticoats können aber auch aus anderen leichten, Stoffen hergestellt werden, insbesondere wenn (Teile der) Unterbekleidung sichtbar sein sollen. Für ländliche Mode und Trachten bieten sich beispielsweise luftige, bedruckte Baumwollstoffe an.

 

Alle diese Materialien sind einzuordnen irgendwo zwischen absolut steif bis frei fließend – entscheidend für die spätere erzielte Ausstellung des Petticoats. Ein erster Eindruck kann bereits im Stoffgeschäft durch Tasten und leichtes probeweises Raffen der vielleicht dreifachen Stoffbreite gewonnen werden. Mehr hierzu im Kapitel „Ausprobieren!“ weiter unten.

Für einen noch besseren Stand des Saumes sorgt ein zusätzlich eingenähtes Versteifungsband, Crinolborte, Krinolin-Band oder im englischen Horsehair Braid genannt.

 

Verzierung

Wie im Unterwäsche-Bereich allgemein spielt die Verzierung des Petticoats eine wesentliche Rolle, unterstützt die Schönheit der Form dieses Kleidungsstücks wie den Stolz und das Selbstbewusstsein der Trägerin.

Für die Funktionalität eines nicht unter dem Rock sichtbaren Petticoats ist eine Verzierung nicht erforderlich. Minimalistinnen mögen puren Nylon-Tüll verwenden, allseitig gegen Ausfransen umsäumt. Dies ist für den zu erzielenden Form-Effekt die leichteste, ehrlichste Lösung.

Eine elegante Form ist die Verwendung von Schrägbändern für die Säume und die Verblendung der Stufenübergänge. Hiermit kann sowohl einfach eine reine, unauffällige, saubere Verarbeitung erreicht werden (z.B. weißes Schrägband auf weißem Tüll) wie auch farbliche Akzente gesetzt (z.B. rotes Schrägband auf schwarzem Tüll).

Spitzen und Borten jeder Art eignen sich zum unteren Saumabschluss; insbesondere, wenn der Saum des Petticoats unter dem Rock hervorblitzt. Lochborten können die einzelnen Stufen des Petticoats optisch trennen.

 

Bund

Die einfachste Form eines Bundes für den Petticoat ist der Gummizug im Tunnel. Vorteile sind einfachste Erstellung und unkompliziertes An- und Ausziehen. Beachtet werden sollte, dass der Gummizug nicht einschneidet und sich unter der Oberbekleidung nicht abzeichnet, zumal eine Raffung zumindest der Hüftweite auf den Bundsitz erforderlich ist.

Besser sind breitere, anliegende, elastische oder auch feste Bünde. Diese können aus Bundgummi wie auch aus anderen Materialien hergestellt sein. Sehr breite Formbünde bis unter die Hüfte können möglicherweise die komplette erste obere Stufe des Petticoats ersetzen.

Bei nicht-elastischen Bünden muss ein Verschluss (oft in der hinteren Mitte, aber auch seitlich möglich) eingebracht werden. Hier bietet sich ein Reißverschluss an, es können aber auch Haken oder Knöpfe sein. Der Hingucker in einem breiten Bund ist eine vorn oder hinten liegende Schnürung oder ein Corsagen-Verschluss.

 

Kreative Varianten

Bitte lassen Sie bei der eigenen Erstellung eines Petticoats Ihre Phantasie spielen. Ein spannendes Kleidungstück mit vielen optischen Möglichkeiten.

Entscheiden Sie, wie viel des Petticoats bei Ihren fertigen Outfit sichtbar sein wird: Aus dem grundlegenden Schnittmuster des Petticoats können Sie auch einen „ganz normalen“ Rock herstellen. Oder Sie würzen ein alltagstaugliches Kleidungsstück mit etwas zusätzlicher Form und zusätzlichem Look. Oder der Petticoat ist der Rock – alles eine Materialfrage.

 

Ausprobieren!

Bei der eigenen Herstellung eines Petticoats sind einige funktionale Details eigentlich nur durch Ausprobieren oder durch viel Erfahrung umzusetzen. Das Schnittmuster kann die Passform am Bund sicherstellen, die gewünschte Länge und den generellen Aufbau, aber:

Das verwendete Material für den Petticoat hat gravierenden Einfluss auf die schlussendlich erzielte Form. Die vorgeschlagene Raffung kann hier nur einen Anhaltspunkt bieten, auch ist nicht jede Raffung für jedes Material geeignet. Beim ersten Petticoat unbedingt alles erst lose heften und anprobieren – am besten mit der Ziel-Oberbekleidung darüber. Dann kann hier noch nach Wunsch optimiert werden.

Auch ist eine Frage, ob die einzelnen Lagen / Bahnen bei Überlappung innen oder außen angebracht werden sollten. Dies hat neben dem optischen Unterschied je nach Material auch Einfluss auf die spätere Gesamtform des Petticoats.

 
Petticoat Schnittmuster
 

Das Schnittmuster zum Blog

Wer einmal ein Petticoat selberschneidern möchte, wird hier fündig:

PETTICOAT
Variantenreiches PASST! Schnittmuster PETTICOAT nach Ihren persönlichen Maßen. Der richtige Unterrock für alle weiten Kleider und Röcke. Bei entsprechender Materialwahl auch als Rock umsetzbar und für eigene kreative Schöpfungen. Einstellbar sind …
Details…

Schnittmuster für Menschen

Gestern hat der Facebook Auftritt von golden-pattern Schnittmuster nach Maß ein neues Profilbild erhalten. Keine große Sache eigentlich, wird doch täglich von Millionen Nutzern dieses kleine persönliche Logo durch ein allerneuestes Selfie ersetzt. Und das alte war ja nun wirklich vom letzten Jahrtausend. Dennoch hier einige Worte über die Ideen hinter diesem kleinen Bild und vor allem über die Menschen, für die wir arbeiten.

Schauen wir uns das Profilbild kurz an: Die Schere – klar. Die Schere ist schon immer das Icon der golden-pattern Software. Und dieses Werkzeug symbolisiert wohl am besten die Schneiderei – zumindest wenn eine Erkennbarkeit bei sehr kleinen Bildgrößen eine Rolle spielt.

Aber schauen wir auf die Silhouetten:

Schnittmuster für Menschen

v.r.n.l.: Teenie, Knuffie, Mann, Frau, Preggy, Skinny, Kiddy, Dolly

Die Silhouetten symbolisieren die Menschen, für die wir Schnittmuster entwickeln. Der Anspruch: Egal ob klein oder groß, dünn oder dick, Frau oder Mann – das Schnittmuster soll stets die bestmögliche Anpassung an die persönlichen Proportionen bieten. „Mensch ist Mensch“ könnte man denken, aber bei näherem Hinsehen ist keine Person wie die andere geformt.

Falls Sie mehr weibliche als männliche Silhouetten identifizieren: In der Tat. Obwohl sich fast die Hälfte unserer Schnittmuster auch für Herren eignet, sind etwa 90% unserer KundInnen weiblichen Geschlechts; und auch die meisten verkauften Schnittmuster sind typisch weiblich.

Je nach Proportion des Menschen zeigen sich unterschiedliche Motivationen zum Selberschneidern und es bieten sich die unterschiedlichen schnitttechnischen Herausforderungen.

Schauen Sie sich einmal die nachfolgenden Kategorien an: Finden Sie sich wieder? Kommentare willkommen!

FRAU – der statistische Mittelwert

Mit „Frau“ ist hier nicht die Hälfte der menschlichen Bevölkerung gemeint, sondern die hinsichtlich Ihrer Körperform „normale“ Frau, die sich in der Normalverteilung im Interessenbereich der Standardkonfektionsketten befindliche. Sagen wir so etwa Konfektionsgröße 36 bis 42, vielleicht etwas größer oder kleiner als die Norm-168.
Die Frau kann in jedes Kleidungsgeschäft, in jede Boutique gehen und findet schnell etwas Passendes. Warum also nähen?

Für die Frau wie für alle anderen Kategorien gilt: Wohl niemand in unserem Kulturkreis schneidert heute selber, um Geld zu sparen. Für die Dumpingpreise fernöstlicher Diskountketten-Importe kann niemand bei uns auch nur das Material kaufen, von der Nähzeit ganz zu schweigen.

Die Frau näht für das persönliche Kleidungsstück, für etwas Außergewöhnliches. Besonderes Material, besondere Form, besonderer Anlass sind die Motivationen. Und natürlich Hobbies, wie bei jeder anderen erwachsenen Kategorie.

Schnitttechnisch ist die „normale“ Frau bestens erforscht. Bücher – besser Standardwerke – über Schnittkonstruktion für Damenmode gibt es zuhauf. Zwar nicht für stufenlos proportionale Maßalgorithmen (glücklicherweise, unser Wettbewerbsvorteil ;-)), aber unter Wegdenken der Zentimeter-von-oben-Paradigmen dieser Branche können platte Stoffteile der persönlichen Form der Frau gut angepasst werden.

MANN – seltenerer Selberschneider

Wie oben bereits erwähnt, liegt der Männeranteil unserer KundInnen bei etwa 10%. In dieser Größenordnung oder nur wenig höher schätzen wir auch den Anteil der Kleidungsstücke, die aus unseren Schnittmustern am Mann landen (schwieriger zu sagen; Männer nähen für Frauen und Frauen für Männer).

Der „normale“ Mann (bekommt Alltagskleidung in jedem Geschäft) schneidert selbst nach den Rückmeldungen hauptsächlich für sein Hobby – Mittelalter-Sachen und Kleidungsstücke für Auftritte jeder Art spielen eine wichtige Rolle.

Männer mit eher nicht alltäglichen Proportionen haben dieselbe Motivation zum Selberschneidern wie ihre jeweiligen weiblichen Form-Genossinnen – siehe dort.

Für die Schnittkonstruktion für Männer gilt das oben bereits gesagte: Ausreichend jahrzehntelang bewährte Fachliteratur bietet sichere Algorithmen für den „normalen“ Mann.

KNUFFIE – inniger Wunsch nach passender Kleidung

Die größte Herausforderung und mit die dankbarsten Kundinnen: Die Frau mit üppigeren Rundungen an den unterschiedlichsten Stellen.

Die XXL-Ecken in den Bekleidungshäusern sind übersichtlich, die Spezialgeschäfte für Übergrößen teuer und oftmals einfallslos, und keines der Stangen-Kleider will wirklich gescheit sitzen. Hier kann selberschneidern auch für Alltagskleidung Erfolgserlebnisse bringen.

Mit der Schnittmusterkonstruktion – insbesondere mit der stufenlosen Gradierung universeller Schnittmuster – ist es im fortschreitenden Übergrößenbereich absolut nicht einfach. Die persönlichen Proportionen selbst von Personen gleicher Grundmaße können sehr unterschiedlich ausfallen. Auch eignet sich nicht jeder Grundschnitt speziell im Bereich der Brust und des Ärmelausschnitts für jede Proportion.

Wir mögen unsere knuffigen Kundinnen und bemühen uns. Wir testen unsere Schnittmuster standardmäßig bis Größe Damen 64, auch in kurz und lang, und gegen vorhandene Kunden-Referenzmaße. Nicht immer ist alles möglich, aber in jedem Fall bietet das Schnittmuster eine bessere Ausgangsbasis mit weniger manuellen Anpassungen gegenüber einem Standardgrößen-Papierschnittmuster.

SKINNY – Idealbild der Mode

Die ideale Figur der Kundin für die Hersteller von Kleidung (und damit auch Schnittmustern) ist die (sehr) schlanke Frau mit kleiner Brust und wenig Po. Wir wollen uns bitte dabei aber gar nicht in die Diskussion über die Model-Branche und wandelnde Schönheitsideale einmischen und schon überhaupt gar kein Ziel vorgeben.

Die schlanke, eher knabenhaft gebaute Frau hat die besten Chancen, recht einfach mit nur minimalem Optimierungsaufwand perfekt sitzende Kleidungsstücke selber zu schneidern: schmale Abnäher oder gar Abnäher-freie Varianten, spannungsarme Hals- und Armausschnitte, glatter geschmeidiger Fall langer Kleider ganz ohne Unterbrechung durch Love Handles.

PREGGY – Babybäuche und mehr

Ein häufiger Grund, Kleidungsstücke selber zu schneidern, ist eine (temporäre) körperliche Veränderung, für die es im Geschäft ein nicht so großes Angebot gibt, oder für die besondere optische oder materialtechnische Wünsche vorliegen.

Warum so kompliziert ausgedrückt? Schließlich will ein Babybauch bequem verhüllt werden und angemessen stolz vorangetragen. Und ein Hängerchen aus weicher Baumwolle mit süßem Druck ist schnell genäht.

Spezielle Schwangerschafts-Modelle bieten wir (derzeit nicht besonders ausgewiesen – eigentlich eine gute Idee!) nicht an, aber viele Modelle eignen sich auch für die rundesten Bäuche. Am besten hierfür den Taillenumfang anpassen. Und der Saum muss eh gerade abgesteckt werden.

Zurück zum komplizierten ersten Satz. In dieser Kategorie sehen wir auch die KundInnen, deren Körperform oder typische Körperhaltung aus anderen Gründen, z.B. einer körperlichen Behinderung, stark vom Durchschnitt abweicht. Auch hier kann ein Maßschnittmuster in vielen Fällen helfen (z.B. Ausdruck unterschiedlicher linker und rechter Schnittteile bei Asymmetrie)

TEENIE – junge SelberschneiderInnen

Erfreut beobachten wir die Verjüngung unserer KundInnen über die letzten Jahre. Wer sich in den Stoffgeschäften umschaut oder die wieder zunehmende Anzahl von Sew-it-yourself Zeitschriften bemerkt: Selberschneidern kommt wieder verstärkt in Mode.

Junge SelberschneiderInnen wünschen sich einfach zu schneidernde Modelle, schnelle Erfolgserlebnisse, die sich im Stil den jeweiligen Trends hinsichtlich Form und Material anpassen lassen. Vielleicht ein individuelles Kleidungsstück für die nächste Party oder der „Nachbau“ des Outfits eines Idols.

KIDDY – Selbstgeschneidertes für Kinder

Kinder selbst werden eher selten schneidern (Warum eigentlich nicht? Bestehen Erfahrungen?), aber für Kinder wird häufig genäht.

Neben Alltagskleidung (während schnellem Wachstums vielleicht schon lohnenswert) sind besondere Outfits wie Verkleidungen häufige Projekte. Recht schnell und vor allem individuell entsteht die Prinzessin oder der Zombie.

Auch immer wieder gern genäht: der Partner-Look Mutter – Tochter, z.B. bei Nachthemden.
Rein schnitttechnisch ist bei Kindern ab einer gewissen Größe (so ab dem Alter von 2 Jahren) wenig zu beachten. Bei der Realisierung der Projekte sollte durch die entsprechende Variante auf ausreichende Bequemlichkeitszugaben geachtet werden.

Für Baby-Proportionen sind unsere Schnittmuster nicht optimiert.

DOLLY – kleine Abbilder des Menschen

Viele unserer KundInnen schneidern für Puppen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Ausprägungen, die sich untereinander vielfach gar nicht wahrnehmen, obwohl sie das gleiche Schnittmuster verwenden.

Da gibt es die traditionellen Puppen mit Kinderproportionen, edel mit Porzellankopf, dann aus immer lebensechteren und vor allem stabileren Kunststoffen. Da werden Teddybären benäht. Da gibt es die meist jungen Fans der Modepuppen im Barbie-Format, die ihre Puppen benähen. Da gibt es die meist erwachsenen Fans hochwertiger Fashion Dolls mit aufwändigsten Kreationen. Da gibt es die Fans fernöstlicher BJD`s, gern auf Conventions im Partnerlook mit ihren kleinen Gliederpuppen anzutreffen. Aber auch übergroße Stücke für stangengeführte Riesenpuppen auf Veranstaltungen werden genäht.

Generell lassen sich alle Schnittmuster auch für Puppen mit grob menschlichen Proportionen ausgeben. Die Herausforderung beim Nähen für Puppen ist eher die Größe.
Traditionelle Kinderpuppen oder große Modepuppen (Maßstab 1:2 bis 1:3) lassen sich noch ohne große Veränderungen beschneidern. Für kleinere Puppen (1:4, eine häufige Größe hochwertiger Dolls, bis 1:6, der Barbie-Größe) sollte schon überlegt werden, ob Schnittteile manuell vereinfacht werden oder gar zusammengelegt werden. Darunter wird es schwierig – obwohl – eine Kundin hatte Schnittmuster für Ihre Schweizer 1:12 Puppenstuben-Figuren angefragt.

Zum Schluss – Schneidern Sie selbst!

Sie haben es gelesen: Ihre Chancen auf individuelle, außergewöhnliche, selbstgeschneiderte Kleidungsstücke stehen gut! Versuchen Sie es einfach einmal mit unserer kostenlosen Maßschnittmuster-Software PASST! und den vielen unterschiedlichsten Schnittmuster-Modellen.

Übrigens: Für alle, die das alte Profilbild nicht kennen oder sich nicht erinnern können: Zur Anmeldung von golden-pattern bei Facebook wurde das 1999 für den ersten Internet-Auftritt von golden-pattern kreierte Logo verwendet. Wie der Zeitgeist und damit oft auch der persönliche Geschmack sich doch ändert…

NÄHMASCHINENTISCH

29. April 2015 1 Kommentar

Rückenschonend, platzsparend und transportabel: Innerhalb weniger Stunden entstand dieser höhenverstellbare NÄHMASCHINENTISCH aus günstigen Standardkomponenten vom Baumarkt. Falls Interesse besteht, kann George einmal eine Bauanleitung zusammenstellen…

So stand es auf der golden-pattern Facebook Seite – und es bestand Interesse – hier also die versprochene Anleitung zum Selberbauen:

Anlass und Idee

Erste Test- und Musterstücke neuer Schnittmuster von golden-pattern entstehen oft im Home-Office bei George. Das Büro ist eigentlich für das Selberschneidern nicht speziell ausgerüstet – die gängige Haushalts-Nähmaschine wartete im Lager und wurde bisher zur Nutzung auf den Esstisch gestellt.

Diese minimalistische Lösung hatte zwei wesentliche Nachteile:  Erstens war der Esstisch trotz aller Stuhlwechselversuche etwas zu hoch; nach wenigen Stunden, spätestens am zweiten Tag lauerten Rückenverspannungen. Zweitens war zum Abend das gemeinsame Familienessen behindert – Wegräumen und Fusselentfernen war lästig.

Deshalb die Idee, die Nähmaschine auf einem speziellen, ergonomischen, transportablen, immer bereitstehenden Nähmaschinen-Tischchen zu platzieren, das bei Bedarf jederzeit komplett vom Lager neben  den Schreibtisch getragen werden und dort auch solange benötigt verbleiben kann.

Konstruktion

Folgende Anforderungen  sollten bei der Konstruktion des Nähmaschinentischs erfüllt werden:

  • Größe und Gewicht sind in einem Rahmen, um von einer Person incl. Nähmaschine von Raum zu Raum getragen werden zu können.
  • Ergonomie: Versenkung des Nähmaschinenfußes auf die höhenverstellbare und deshalb stets optimale Arbeitsebene.
  • Alles stabil beisammen und bei Bedarf möglichst schnell einsatzbereit.
  • Alle erforderlichen Komponenten sind schnell, einfach und nicht zu kostspielig zu beschaffen.
  • Der Tisch ist ohne viel Werkzeug oder Spezialwissen schnell und einfach zusammenzubauen.

Also schnell eine Skizze gemacht und losgefahren,  um alles Notwendige zu beschaffen.

Beschaffung

Alle für diesen konkreten Nähmaschinentisch erforderliche  Komponenten wurden im Bauhaus und bei Ikea beschafft – George bekommt aber keine Prozente hierfür und  es können auch beliebige andere Häuser mit bestimmt genauso geeigneten Produkten aufgesucht werden.

Hier die Material- und Werkzeugliste:

Noch Hinweise zu einzelnen Komponenten:

Als Kompromiss zwischen Arbeitsfläche und Transportierbarkeit wurde als Arbeitsplattengröße 80×40 cm gewählt. Die reicht komplett für kleinere Arbeiten, und für große, unhandliche Stoffteile kann bei George der direkt angrenzende Schreibtisch mit zur Ablage genutzt werden.

Zur genauen Definition des Abstandes zwischen Arbeitsplatte und Bodenplatte (= Höhe des Nähmaschinenfußes) wurden aneinander verschraubte Winkel gewählt, die sich ohne zusätzliche Vorbereitungen durch die vorhandenen Löcher für unterschiedliche Höhen zusammenfügen ließen (s.Detailfoto).

Der Kabelkanal zur Aufnahme des Nähmaschinenanschlusses, der überschüssigen Länge des Fußschalter-Anschlusses und des Leuchtenkabels wurde nicht neu gekauft, sondern war von einem früheren Schreibtischkauf in dem genannten Möbelhaus übrig (ob es genau diesen Typ noch gibt? – aber ähnliche bestimmt).

Bei Auswahl der Steckdosenleiste ist vor allem zu beachten, dass seitlich Laschen für eine Wandmontage angebracht sind für die spätere Befestigung am Tisch. Ein Schalter in der Steckdose ist praktisch, um alles zusammen stromlos zu machen. Auch die Anschluß-Längen sind bei den einzelnen Modellen sehr unterschiedlich – vielleicht kann eine zusätzliche Verlängerungsschnur eingespart werden.

Je nach konkreter Auswahl der Winkel und der Platten muss die genaue Dimensionierung der Schrauben festgelegt werden: Die Gewindeschrauben  müssen durch die Winkel-Löcher passen und in der Länge jeweils zwei Winkel aufeinander schrauben können. Die Holzschrauben müssen Winkel und Beine sicher an den Holzplatten halten, die Plattendicke aber nicht durchstoßen. Also hier nochmal vor Ort genau schauen.

Alles beisammen? Dann jetzt zusammen bauen.

Zusammenbau

Außer dem puren Zusammenschrauben der Einzelteile ist bei dieser Ausführung des Nähmaschinentischs nur an einer einzigen Stelle wirklich Hand anzulegen: Beim Ausschnitt in der Arbeitsplatte für die Nähmaschine.

Die Anzahl der benötigten Werkzeuge ist übersichtlich:

  • Der Nähmaschinen-Ausschnitt gelingt am besten mit einer Stichsäge.
  • Schmirgelpapier verschiedener Körnungen sorgt für späteres splitterfreies Nähen.
  • Ein Schraubenzieher und ggf. einen Schraubenschlüssel / eine Zange für die Holz- und Gewindeschrauben.

Schauen wir uns die Arbeitsgänge jetzt einmal genauer an:

  1. Die Nähmaschine soll in die Arbeitsplatte zur Arbeitsebene bündig versenkt werden und darunter auf der Bodenplatte stehen. Hierzu den Fuß ausmessen und die persönlich bevorzugte Position in der Arbeitsplatte einzeichnen. Bei dieser konkreten Ausführung wurden die Anschluss-Leitungen der Nähmaschine gleich noch geschützt, sowie Befindlichkeiten von George als Linkshänder berücksichtigt. Noch wichtig: Für den Tausch des Unterfadens kann die Maschine leicht herausgehoben und diagonal auf den Plattenausschnitt gestellt werden.
  1. Jetzt ist es an der Zeit, alle Kanten der beiden Platten mit feinem Sandpapier rund und absolut splitterfrei zu schleifen, damit später der Stoff keinen Schaden nimmt. An den Baumarktplatten war hier nicht mehr viel zu tun, vor allem aber an dem gerade gearbeiteten Ausschnitt.
  1. Ein zweiter für die Funktion wesentlicher Arbeitsschritt ist die Vorbereitung und Befestigung der Winkel für den gewünschten Abstand von Arbeitsplatte und Bodenplatte. Hier ist etwas probieren angesagt. George hatte Glück: Je 2 Winkel konnten genau zur Höhe des Nähmaschinen-Fußes zusammengeschraubt werden (notfalls passende Löcher in die Winkel bohren). Insgesamt 6 vorbereitete Winkelpaare halten die Bodenplatte unter der Arbeitsplatte und werden mit den Holzschrauben unter der Arbeitsplatte und an der Bodenplatte angeschraubt (Bild s. oben).
  1. Zeit für die Beine: Jeweils in den Ecken der Arbeitsplatte mit Holzschrauben befestigen. Jetzt das im Rohbau fertige Tischchen einmal auf die richtige Höhe einstellen, die Nähmaschine platzieren und schauen, ob es behagt (Stichpunkte Beinfreiheit, Zugänglichkeit der Bedienelemente der Nähmaschine, Ablagefläche etc.) (Bild s. oben).
  1. Jetzt kann der Kabelkanal hinten unter die Arbeits- oder Bodenplatte geschraubt werden.
  1. Die Steckdose hält angeschraubt unter der Arbeitsplatte, seitlich an der Bodenplatte oder – wie im konkreten Fall – mit 2 Winkeln am Kabelkanal (Bild s. oben).
  1. Als letztes noch eine Arbeitsleuchte mit hellem LED-Licht an der Arbeitsplatte befestigt: Zum einen ist George das eingebaute Nähmaschinen-Leuchtchen zu funzelig, zum anderen brauchen gelegentlich geschossene Muster-Fotos mehr Lumen.
  1. Alles noch stolperfrei verkabeln, anschließen,

Fertig!

Losschneidern!

 Optionen

Der Nähmaschinentisch von George ist mehr auf Einfachheit ausgelegt als auf Eleganz und handwerkliche Perfektion – erfahrenere Hobbybastler werden wahrscheinlich schon hier und da die Nase gerümpft haben. Nachfolgend einige Anregungen zur Optimierung für diesbezüglich anspruchsvollere SelberschneiderInnen (oder deren heimwerkeraffine PartnerInnen):

  1. Je nach persönlicher körperlicher Konstitution und Länge der Arme kann sich das Tragen des Tischchens incl. Nähmaschine von Raum zu Raum schwierig gestalten. Dies trifft umso sicherer zu, wenn statt der vorliegenden 80x40cm eine Arbeitsplatte von 100x50cm oder gar mehr zugunsten immer benötigtem Ablageplatz verwendet wird. In diesem Fall ist die Verwendung von zwei einsteckbaren, vorzugsweise blockierbaren Rollen unter den Beinen auf einer Seite empfehlenswert. Aber probieren, ob dann noch alles wackelfrei genug steht.
  2. Die Lösung der stabilen Abstandsdefinition zwischen Arbeits- und Bodenplatte mit Winkeln ist sehr praktisch, aber gewinnt sicher keinen Schönheitspreis. In erforderlicher Höhe speziell zugesägte Seitenleisten in der gewählten Holzqualität würden die Wertigkeit des Stückes deutlich steigern.
  3. Der Raum zwischen Arbeitsplatte und Bodenplatte ist außer der Stellfläche der Nähmaschine derzeit ungenutzt . Hier könnte ein zusätzliches Schublädchen Raum schaffen für Nähmaschinenzubehör oder Nähfadenröllchen.
  4. Selbstverständlich kann das Holz nach Belieben, z.B. zur übrigen Einrichtung passend, behandelt (z.B. lasiert) werden.
  5. … und Sie haben bestimmt noch viele eigene weitere Ideen für Ihren ganz individuellen Nähmaschinentisch.


Diese Bauanleitung finden Sie auch – fertig zum Ausdruck als PDF formatiert – in der GRATIS-Rubrik des Schnittmuster-Shops www.passt-online.de. In diesem Shop finden Sie natürlich auch alle Schnittmuster zum Selberschneidern auf Ihrem neuen Nähmaschinentisch…

BODYSUIT Formenkunde

29. Januar 2015 1 Kommentar

George bekommt eine Mail von einer Stammkundin der ersten Stunde: Sie hätte doch vor einigen Monaten bereits einmal angefragt, sie bräuchte ihn jetzt für ein Karnevalsprojekt wieder, den einteiligen, anliegenden Ganzkörperanzug, wie denn die Chancen stünden.

Nun gibt es ja den Ablage-Ordner für Schnittmuster Kundenwünsche. Er füllt sich ungefähr fünfmal schneller als er abgearbeitet werden kann. Viele gute Ideen sind dabei. Dennoch kamen spontan Erinnerungen auf an zahlreiche Anfragen seit Jahren nach etwa so etwas – tatsächlich wird scheinbar in vielen unterschiedlichen, immer irgendwie spannenden Anwendungsfällen ein solches Kleidungsstück benötigt.

Spontane Entscheidung und Rückmeldung an die Kundin: Wird unverzüglich realisiert.

Die übliche folgende Recherche – für welche Anwendungen sollen welche Varianten, welche Grundkonstruktionen realisiert werden? Welche Musterstücke könnten entstehen? – enthüllt auf Basis der bereits bekannten InteressentInnen-Anfragen unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten abseits des Alltäglichen.

Teils nach Kleidungsform, teils nach „Erfinder“, nach Material oder Anwendung existieren eine Vielzahl von Bezeichnungen für einen Ganzkörperanzug (mit Garantie auf Unvollständigkeit – wer ergänzt?):

BODYSUIT

Die Bezeichnung BODYSUIT ist wohl der allgemeinste, umfassendste Begriff für ein einteiliges, meist anliegendes Kleidungsstück, das einen nennenswerten Teil des Körpers verhüllt. Immer enthalten ist der Rumpf bis in den Schritt, alternativ können Arme / Hände, Beine / Füße und Hals(ausschnitt) / Kopf integriert sein.  Alle anderen Bezeichnungen sind eher spezielle Ausprägungen dieses Grundbegriffs.

Genutzt wird ein solches Kleidungsstück in den unterschiedlichsten Bereichen: Durch seine anliegende, die Bewegung nicht behindernde Form ist der Bodysuit in vielen Sportarten typisch, beispielsweise beim Turnen oder Ringen.

Bei vielen „schnellen“ Sportarten kommt der geringe Windwiederstand des anliegenden Bodysuits zum Tragen, z.B. beim Fahrrad-Rennsport , und George erinnert sich an sein Eisschnelllauf-Vergangenheit.

Neben der Bewegungsfreiheit ist die Körpernähe an sich oft eine optisch erwünschte Eigenschaft. Dies spielt in ästhetisch orientierten Sportarten eine Rolle, beim Ballett / Tanz und Theater und vielen anderen Veranstaltungen wie z.B. im Karneval.

Ebenfalls genutzt wird die Körpernähe in verschiedenen Spielarten sexuell motivierter Nutzung. Diese Interessen werden durch spezielle Materialien, beispielsweise Latex, Spandex  oder transparentes / Netz-Material unterstützt.

Ein weiterer spezieller Einsatzfall der Ganzkörperverhüllung ist die Möglichkeit, sich technisch in der optischen Wahrnehmung „verschwinden“ zu lassen. Die sehr verbreitete Methode, eine Farbe bei einer Filmaufnahme nachträglich durch ein beliebiges anderes Bild zu ersetzen, kann damit auch auf Personen angewendet werden. Und ein mattschwarzer Bodysuit vor mattschwarzem Vorhang konzentriert die Aufmerksamkeit auf die Puppe und nicht auf den Puppenspieler.

Und schlussendlich muss nicht jeder Bodysuit anliegend ausgeführt sein.  Zumindest zwei Anwendungsfälle nutzen die Ganzkörperverhüllung in weiter Variante: Der Strampler für Babies und der Fursuit für Furies (hierzu später mehr).

Gerade beim Selberschneidern im Auge zu behalten ist die geplante Methode, dieses Kleidungsstück an- und ausziehen, oder es sogar den ganzen Tag tragen zu können. Sehr elastische Ausführungen lassen sich ggf. durch einen weiteren Halsausschnitt verlassen. Ansonsten sind je nach gewünschter Variante Verschlüsse einzuplanen: Bei beinlosen Modellen oft Druckknöpfe im Schritt, sonst wohl kürzere oder längere Reißverschlüsse vorn oder hinten. Auch ein Tropfenverschluss ist vielfach möglich.

Kreativen Erweiterungen / Ergänzungen des Bodysuits sind kaum Grenzen gesetzt. Oft zu sehen sind angenähte Röcke unterschiedlichsten Längen und Formen – vom Tutu beim Ballett bis zum bodenlangen, hochgeschlitzten Paillettenmodell als Abendrobe.

 LEOTARD / UNITARD

Der LEOTARD ist benannt nach dem französischen Artisten Jules Léotard, der im 19. Jahrhunderts einen beinlosen Bodysuit bei seinen Auftritten trug. Diese Form hat sich als typischer Turnanzug durchgesetzt, ergänzt durch Strumpfhosen oder Leggings.

Später wurde vom Leotard abgeleitet der UNITARD benannt, der über ein angeschnittenes Hosenteil verfügt.

 RINGER-TRIKOT

Das RINGER-TRIKOT ist eine spezielle Ausprägung des Bodysuits mit angeschnittener, kurzer Hose.  Der enge, glatte Körpersitz garantiert dem Ringer Bewegungsfreiheit und wenig Angriffsfläche zum Festhalten durch den Gegner. Regeln in der Sportart definieren das genaue Aussehen.

SPANDEX

SPANDEX ist die asiatische Bezeichnung für ein besonders bi-elastisches Synthetikmaterial, das sich generell hervorragend zur Herstellung von Bodysuits unterschiedlichster Form eignet. Oft werden aber auch die Kleidungsstücke selbst unter diesem Namen angeboten.

Speziell wird die Bezeichnung Spandex auf für Komplett-Ganzkörperanzüge incl. Kopf, Händen und Füßen verwendet.

 CATSUIT

Der CATSUIT Ist ein eng anliegender Bodysuit mit angeschnittenen langen Beinen und meist langen Ärmeln, mit Halsausschnitt oder Kappe. Verwendet werden elastische Materialien. Unter dieser Bezeichnung werden praktisch ausschließlich Damen-Modelle angeboten.

 TAUCHERANZUG

Auch der TAUCHERANZUG ist letztendlich ein Bodysuit – vom Grundschnitt (angeschnittene meist lange Beine, oft lange Ärmel, Halsausschnitt oder angeschnittene Kappe) einem Catsuit vergleichbar.

 BODYSTOCKINGS

BODYSTOCKINGS sind ein meist aus transparentem / Netz-Material hergestellter, oft ärmelloser Damen-Bodysuit  mit langen Beinen und angeschnittenen Füßen.

 ZENTAI

Ein ZENTAI (japanisch, übersetzt Ganzkörper-Strumpfhose) Ist ein Ganzkörperanzug, der neben dem Rumpf, Armen und Beinen auch Füße, Hände und Kopf bedeckt. Bei den meist dünnen, sehr elastischen Geweben ist die Atmung durch das Material möglich (Achtung! für SelberschneiderInnen solcher Kleidungsstücke) .

Genutzt werden die komplett verdeckenden Bodysuits im künstlerischen Bereich zur Konzentration auf Rolle und Bewegung weg von der darstellenden Person, im Film für die Bluescreen Technik (s. folgenden Begriff).

Generell führt das Tragen des Zentai zu einer weitgehenden Nicht-Erkennbarkeit, zu einer Neutralisierung der Persönlichkeit des Trägers / der Trägerin. Diese Eigenschaft verhilft dem Zentai zu einer Nutzung bei fetischistischen  Aktivitäten.

 BLUESCREEN SUIT

Der Zentai (s. dort) wird in der Filmbranche auch als BLUESCREEN SUIT bezeichnet. Genutzt wird die Eigenschaft, im Film eine definierte Farbe durch eine andere, beliebige Darstellung ersetzen zu können. Dies kann den Träger eines Bluescreen Suits im Film komplett verschwinden lassen, oder auch (mit weiteren technischen Tricks) durch eine andere Darstellung (z.B. einen Affen, einen Alien) ersetzen.

 STAMPLER

Einem den vorgehenden Begriffen völlig anderem Einsatzfall dient der STRAMPLER. Der Strampler ist ein Ganzkörperanzug, meist sehr weit geschnitten aus kuscheligem Material, mit langen Beinen, oft mit Füßen, manchmal mit Kappe/Kapuze, für Babies.

Gar nicht so selten wird der Strampler aber auch in Erwachsenen-Größe als Hausanzug oder als Faschingsverkleidung genäht – Material, Muster und Zubehör entscheidet.

 FURSUIT

Ein FURSUIT (Pelzanzug) ist ein Ganzkörper-Anzug in Tierform. Verhüllt wird der gesamte Körper incl. Händen, Füßen und Kopf. Für die Herstellung der gewünschten Tierform ist eine individuelle Modifikation des Grundschnittes speziell für die Kopfform des Ziel-Tieres und der Tatzen/Klauen/… erforderlich. Eine zusätzliche, entsprechend gepolsterte, teilweise als Futter eingearbeitete Unterbekleidung perfektioniert den Eindruck des Trägers.

Fursuits werden auf Faschingsveranstaltungen, für die Werbung oder als Maskottchen bei z.B. Sportveranstaltungen getragen.

Daneben gibt es eine weltweit anzutreffende Interessengruppe der Fury Fans (auch als Fursuiter, Furries, Furs bezeichnet), die sich aus Selbstzweck gern in Tierkostümen kleiden und sich auf speziellen Veranstaltungen treffen und austauschen.


Das Schnittmuster zum Blog-Artikel:

Schnittmuster zum Artikel:Auf www.passt-online.de stehen zu diesem Artikel Maß-Schnittmuster zum selberschneidern bereit.
BODYSUIT
BODYSUIT ist wohl der allgemeinste, umfassendste Begriff für ein einteiliges, meist anliegendes Kleidungsstück, das einen nennenswerten Teil des Körpers verhüllt. Immer enthalten ist der Rumpf bis in den Schritt, …
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HALLOWEEN

Seit einigen Jahren auch in unseren Gefilden bekannter, wird am Abend des 31.10. zum 01.11. – vor allem von Kindern – Halloween gefeiert.

Halloween – Geschichte und Begriffe

Das Wort „Halloween“ stammt ab von dem irischen „All Hallow’s Eve“, wörtlich „der Abend vor [dem katholischen] Allerheiligen“. An diesem Abend wurde in Irland seit der Christianisierung, so um das 8. Jahrhundert, ein Fest gefeiert. Ganz pragmatisch eingebunden wurden Riten und Gebräuche aus der vorchristlichen, keltischen Zeit.

So haben Elemente des keltischen Totenfests, Verkleidungen zur Vertreibung böser Geister und Freudenfeuer („bonfires“, wörtlich „Knochenfeuer“) Einzug in dieses christliche Event gehalten.

Auch eine alte Sage hatte Raum, in dem ein gewisser Jack Oldfield massiv Streß mit dem Teufel hatte und fortan mit einer ausgehöhlten, kerzenbestückten Rübe durch das Dunkel wandern musste (die „Jack O’Lantern“). Später wurde die Rübe durch den besser verfügbaren und physikalisch geeigneteren Kürbis ersetzt.

Mit der Welle der irischen Auswanderungen im 19. Jahrhundert in die USA und nach Kanada gelangte das Fest über den Atlantik und wurde dort aufgenommen und ausgebaut.

Erst in den letzten Jahren kam die Halloween-Tradition – inzwischen wie bei vielen Festen stark kommerzialisiert – nach Europa zurück und auch nach Deutschland. Das Verhältnis der Erwachsenen zu diesem bei uns wurzellosen (Re-)Imports aus den USA ist kontrovers.  Verbreitet hierzulande ist aber die „gruselige“ Verkleidung von Kindern, die dann Süßigkeiten sammelnd von Haustür zu Haustür ziehen.

Die Halloween Verkleidung

Die typische Verkleidung für Halloween wirkt dunkel und gruselig – gerne gesehen sind Knochen und Skelette. Dies hat seinen Ursprung im keltischen Totenfest und den Geistervertreibungen. Schwarzes oder graues Material ist eine gute Basis, ergänzt durch (Kürbis-) Orange und Rot.

Wer die Polyester-Kaufhaus-Variante scheut (zu Recht, meint der Autor), kann auch leicht selbst eine originelle (und originalere) Verkleidung selberschneidern. Als Vorlage eignen sich viele Schnittmuster mit dem Touch vergangener Jahrhunderte: Lange Kleider und möglichst unförmige Hosen, Weite Gewänder und vor allem Umhänge – vorzugsweise mit weiter Kapuze.

Teilweise lassen sich auch andere Kleidungen für diesen Anlass „upcyclen“. Gothic-Outfits und Piraten-Verkleidungen können leicht im Detail optimiert werden, wie auch alles mit großen Ohren oder gar Hörnern… – schauen Sie einmal mit kreativem Blick in Ihren Kleiderschrank und Ihr Stofflager.

Nähprojekt Kapuzenmantel

Anlässlich von Halloween haben wir dieses Jahr einmal unsere Schnittmuster durchstöbert, was sich so eignet als Verkleidung. Ergebnis: Vieles!

Besonders hervorstechend war der historische  KAPUZENMANTEL von 1643, als wärmende Überbekleidung am kühlen All Hollow‘s Eve bestimmt super und auch angemessen gruselig. Dieses Schnittmuster steht ab sofort bis Halloween 2014 zum kostenlosen Download bereit (mehr unten im Kasten).

Aber auch andere Schnittmuster – KLEIDER, BLUSEN, JACKEN, Mittelalterliche Gewänder wie weite HEMDEN oder BRUCHEN mit dem richtigen Material gearbeitet eignen sich bestens, ebenso Kopfbedeckungen wie der BASCHLIK oder die OHRENHAUBE mit Hörnern.

Echt stressig das Leben als Model…

So entstand auf die Schnelle eine kleine Halloween-Kollektion aus vorhandenen Modellen zur Anregung  (siehe Zusammenstellung oben). Alle Schnittmuster gibt es im Shop von PASST-ONLINE.

Endlich Pause!

Das Schnittmuster zum Nähprojekt: Bis 31.10.2014 kann das Schnittmuster KAPUZENMANTEL kostenlos bestellt werden.So geht es genau:

  1. Auf den Link unten klicken, er führt zum PASST! Schnittmuster Shop; anmelden.
  2. Das Schnittmuster KAPUZENMANTEL bestellen, dabei den Gutscheincode eintragen und einlösen (Preis springt auf kostenlos).
  3. Bestellung abschließen. Das Schnittmuster erreicht Sie als eMail innerhalb weniger Minuten.
KAPUZENMANTEL
Schnittmuster eines KAPUZENMANTELs / KAPUZENCAPEs und einer MASKE – verschiedene Formen und Längen. Verbreitet vom Spätmittelalter bis zum frühen Barock. Eignet sich auch als Halloween-Verkleidung.
Gutschein-Code: hw2014 (gültig vom 11.10.-31.10.2014, danach Listenpreis)
Details…

PS: Traumatisierung unserer Kinder?

Von einem vielleicht zum Nachdenken anregenden Erlebnis in diesem Zusammenhang muss der Autor einfach noch berichten: Auf dem Holländischen Stoffmarkt in Berlin-Spandau hatten wir die Kapuzenmantel-Skelettdame auf unserem Stand als (vielfotografierten) Hingucker aufgestellt.

Eine Dame in den Vierzigern tritt an unseren Stand: „Wie können Sie das machen! Drehen Sie doch wenigstens das Gesicht weg!!!“.

Meinerseits freundliches, aber noch völlig unverständiges Lächeln.

„Na das Skelett“, meint die Dame, „ist ja ekelhaft. Sie verstören ja alle Kinder! Verhüllen Sie das Gesicht!“

„Na es ist doch Halloween und die Kinder…“ war der Ansatz meiner basisphilosophischen Antwort, aber die Dame stürmte bereits laut-vor-sich-hin-schimpfend von dannen.

Nun mussten wir über den Umgang mit dem Tod, Skeletten und Knochen in unserer Kultur diskutieren – darf man dabei lächeln, wenn man einer Skelettdame die Haare aus dem Gesicht streicht? – aber vor allen wollten wir keinesfalls an der dauerhaften Schädigung der Berliner Jugend Schuld tragen.

Die folgende repräsentative Umfrage bei etwa einem Dutzend Kindern zwischen 3 und 10 Lebensjahren an unserem Stand hat aber ergeben: NULL Kinder fürchten sich vor dem Skelett, VIER Kinder drehen verschüchtert den Kopf zur Mama, wenn ein Fremder sie anspricht :-).

Jubiläum: 15 Jahre golden-pattern

Zum Osterfest 2014 feiert golden-pattern Schnittmuster nach Maß sein 15-jähriges Bestehen. Ein Anlass, einmal die Firmengeschichte mit den wichtigsten Highlights einzelner Jahre Revue passieren zu lassen.

Weihnachtsfest 1998

Die Mutter von George – gelernte Schneiderin – schenkt seinen Töchtern (12 und 13) zu Weihnachten eine Nähmaschine. Anlass, sich nach über 20 Jahren Näh-Abstinenz einmal wieder mit Schere, Nadel und Faden auseinanderzusetzen.

Januar 1999

Das erste Nähprojekt, drei Fleecejacken nach einem Mehrgrößen-Schnittmuster des Marktführers, endet katastrophal. Ok, George´s Schuld. Einfach die üblichen Kleidungsgrößen blind zugeschnitten und zusammengenäht. Bei den Mädels wirkten die Jacken wie ein Zelt über einem Streichholz, dafür füllte George das Kleidungsstück prall aus. Mit Dreiviertelärmeln.

Der Blick (besser wäre vorher gewesen) auf die Größentabellen des Schnittmuster-Herstellers verrät: George z.B. liegt in den einzelnen Maßen zwischen Größe 48 und 58 (in der Körpergröße noch darüber). Kann ja nicht passen.

Soweit die Erinnerung nicht trügt, wurden die Jacken 1x alibihalber auf einem Spaziergang getragen und verschwanden dann…

Osterfeiertage 1999

Einige Tage frei, keine Termine, keine Verpflichtungen. Da war doch dieses Schnittmuster-Ärgernis. Ist es nicht im Zeitalter des PCs möglich, einfach seine persönlichen Maße einzugeben und heraus kommt ein Schnittmuster, das passt?

Eine kleine Recherche in den bescheidenen Anfängen des Internets zeigt: Für Hobby-Leute gibt es da wohl nichts, nur Profi-CAD-Systeme, hinsichtlich Komplexität und Preis für eine andere Zielgruppe.

Also hingesetzt an den PC, Delphi aufgerufen (eine seinerzeit sehr beliebte Programmiersprache des Herstellers Borland) – was wird gebraucht – Maße erfassen – eine Syntax zur Definition von Schnittmustern – eine Schnittmuster-Vorschau – Ausdrucken am heimischen Tintendrucker.

Ostermontag 1999 erzeugt ein Software-Rudiment namens „GOLDPATT“ ein erstes Fleecejacken-Schnittmuster mit dem Namen „HEMD01“ – nachträglich gesehen die Geburt der Firma golden-pattern.

Jahre 1999 / 2000

Im Rahmen der nebenberuflich-hobbymäßigen Möglichkeiten Weiterentwicklung von GOLDPATT. Funktioniert gut, erste Kontakte, viele Interessenten. Erstellung einer Internet-Seite mit dem kostenlosen Download von GOLDPATT mit HEMD01:

www.golden-pattern.de

Viele tausend Downloads im ersten Jahr, gute, konstruktive Feedbacks und Nachfrage nach weiteren Schnittmustern zeigen: Das Thema ist interessant und ausbaubar.

Jahr 2001

GOLDPATT hat einen vorzeigbaren Entwicklungsstand erreicht. Ziel: einfache Bedienung und möglichst gute Gradierungs-Ergebnissen der Schnittmuster für jede Größe von Puppe über Kinder und alle Erwachsenen-Proportionen bis extraknuffig.

Einige grundlegende weitere Schnittmuster wie HOSE01 oder ROCK01 sind entwickelt und getestet. Ein kleiner Online-Shop entsteht, Beginn der gewerblichen Nutzung.
Nach und nach Veröffentlichung vieler weiterer grundlegender Schnittmuster. Allzeit-Renner bis heute ist das Schnittmuster 5-Pocket-Jeans JEANS01.

Jahr 2005

Eine stattliche Anzahl unterschiedlichster Schnittmuster steht inzwischen zur Verfügung. Erste CD Zusammenstellungen werden veröffentlicht, zuerst noch selbstgebrannt und –gedruckt. Aber die Möglichkeit, nicht nur über den eigenen Online-Shop zu verkaufen. Der Kundenstamm wächst stetig.

Jahre 2007 / 2008

Gedanken über die Zukunft von golden-pattern. Wo wollen wir hin? Wird der „Zero-Budget“-Gedanke vom Projektstart aufrecht erhalten? Wie lange lässt sich GOLDPATT noch weiterentwickeln, wo sind die Grenzen?

Jahr 2008

Die Internet-Plattform INTERPATT geht online. Die Idee ist, alle Funktionen von GOLDPATT auch online abwickeln zu können, im Browser, Plattform-unabhängig ohne Software-Installation am eigenen Gerät.

Die Menschheit war noch nicht bereit dafür. Oder die Plattform war grottenschlecht. Oder das Marketing. Jedenfalls wurde der Betrieb von INTERPATT nach etwa einem Jahr wegen erwiesener Nichtzurkenntnisnahme durch die KundInnen eingestellt. Die Idee schlummert aber noch in der Schublade – manchmal zuckt sie.

Jahr 2009

Mittelalter kommt in Mode. Eine erste kleine Test-Kollektion von mittelalterlichen Schnittmustern erzielt unerwartet positive Resonanz. Seither sind die historischen Schnittmuster ein fester Bestandteil unseres Portfolios mit einem eigenen, sehr fachkundigen, treuen Kundenstamm.

Im Hintergrund wurde mit Start der Mittelalter-Modelle auch die neue Generation der Maßschnittmuster-Software gezeugt – gravierend erweiterte interne Schnittmuster-Syntax und neue Software-Algorithmen ermöglichen künftig noch raffiniertere Modelle und Varianten.

Jahr 2010

Ein Kundenwunsch führt zu dem Versuch der Digitalierung eines authentischen Schnittmusters aus den 1920er Jahren.

Nach Kontakten und freundlichen Genehmigungen einiger Rechteinhaber wie den Staatlichen Museen von Berlin. Ullstein oder dem Buchverlag für die Frau entsteht eine kleine Retro/Vintage-Kollektion: digitalisierte Original-Schnittmuster, aber voll gradierbar, mit Original-Abbildungen und Beschreibungstexten aus dem Zeitraum 1860 bis 1940.

Die Kundenresonanz auf die Retro-Modelle ist sehr unterschiedlich. Einige Fans dieses Zeitraums sind begeistert, wirklich 100% authentische Schnittmuster nach ihren persönlichen Maßen nutzen zu können. Andere, „normale“ Hobby-NäherInnen sind häufiger einmal pikiert über die Qualität der Schnittteile oder der Beschreibung, manchmal sogar über die Rechtschreibung – dies alles hatte halt vor 100 Jahren einen anderen Stand, einen anderen Zeitgeist.

Jahr 2011

Dank an den Buchverlag für die Frau.

In den Kontakten und interessanten Gesprächen mit der Geschäftsführerin und ihrem Mann aus dem Retro-Rechte-Anlass entstand die Idee zu einem Buch über das Schneidern nach Maß. „PASST!“ soll es heißen und die neue Software-Generation auf CD enthalten, die Wörter „Selberschneidern“ sowie „SelberschneiderInnen“ sollen etabliert werden. Nur letzteres ist nicht gelungen – die Lektorin konnte das Paradigma des Dudens nicht überwinden.

Im Mai 2011 erscheint „PASST! Selber schneidern nach Maß“.

Und golden-pattern wird in Facebook aktiv auf facebook.com/goldenpattern unter dem Motto: „Unsere Facebook-Fans wissen mehr!“

Jahr 2012

Durch einen Zufall in einer Auktionsplattform entdeckt: Eine asiatische Gliederpuppe, „Ball-jointed-doll“ oder „BJD“. Nun spielen Jungs nicht mit Puppen (weiteres kann ja hier und hier und hier in diesem Blog nachgelesen werden), aber eine Faszination hinsichtlich der Benähbarkeit dieser Puppen und dem Marktpotential lässt sich nicht leugnen, speziell auch nach Recherchen über die im englischsprachigen Ländern beliebten Fashion Dolls.

Das Thema soll auf der Seite www.dollforce.com angegangen werden; leider liegt die Seite wegen gesundheitsbedingtem Rückzug einer Geschäftspartnerin brach. Interesse an einem kleinen eigenen Geschäftsfeld? Melden!

Ebenfalls 2012 begann die Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Miroque – Lebendige Geschichte“. Bis zur grundlegenden thematischen Umstrukturierung der Miroque dieses Jahr war in allen Regelausgaben 2012/2013 und in vielen Sonderausgaben ein themenbezogenes Maßschnittmuster von golden-pattern enthalten.

Jahr 2013

Der Generationswechsel der Maßschnittmuster-Software wird vollzogen. PASST! ist nicht mehr nur im Buchformat erhältlich, sondern soll wie der Vorgänger GOLDPATT kostenlos im Download bereit stehen, mit einem Shop voller unterschiedlichster Schnittmuster. „Alte“ Schnittmuster der KundInnen sollen auch in PASST! ohne Neukauf verfügbar sein. Im Januar 2013 geht PASST! online auf:

www.passt-online.de

Im Dezember 2013 wird dann endgültig der GOLDPATT Download und der GOLDPATT Shop vom Netz genommen, mehr hier im Blog-Artikel R.I.P. GOLDPATT.

 

Jahr 2014

Es geht weiter:

erste neue Basis-Schnittmuster für PASST! entstehen, die früher nicht möglich gewesen wären.

PASST! Schnittmuster sind jetzt auch gesammelt auf CD verfügbar.

Die Kollektionsplanung für die kommenden Monate steht.

Ostern 2014 wird gefeiert! Wir sind stolz auf 15 Jahre golden-pattern Schnittmuster nach Maß und auf tausende aktive KundInnen.

 

Pläne für die Zukunft

Kurzfristig ist einfach:

Dieser Tage wird das Mitmach-Buchprojekt „SelberschneiderInnen“ gestartet, von KundInnen für KundInnen. Mehr auf www.facebook.com/selberschneiderinnen.

Die neue PASST! CD STARTER ist gerade herausgekommen, muss noch bekannt gemacht werden.

Kommenden Monat wird das als 2. Auflage erweiterte Buch „Schneidern im Mittelalter“ als eBook für den Kindle veröffentlicht.

Ein weiterer persönlicher Auftritt auf dem Stoffmarkt Holland wird vorbereitet.

Und die Oster-Feier-Tage werden auch genutzt, die mittel- und die längerfristige Palme zu fokussieren: am Firmen-Whiteboard hängen 107 Zettel mit Ideen und Konzepten, von roten Magneten gehalten.

Also, Langeweile kommt auch die kommenden 15 Jahre nicht auf.

Schneidern im Mittelalter (12/13): Rückblicke und Ausblicke

23. November 2013 2 Kommentare

SCHNEIDERN IM MITTELALTER

Folge 12 – Rückblicke und Ausblicke

Sie lesen jetzt das letzte „offizielle“ (s.u.) Kapitel dieses Buches  – vielen Dank für Ihr Interesse!

Hat Ihnen die kleine Einführung in das mittelalterliche Schneidern gefallen? Haben Sie sich selbst an einem oder mehreren der Nähprojekte versucht? Zu viel Theorie? Zu viel Praxis? Zu trivial? Zu kompliziert? Oder auch einfach super?

Rückmeldung willkommen! Gerne auch mit einem Foto Ihrer Schöpfungen auf Basis der Buch-Schnittmuster.

Falls Sie neu dazugestoßen sind, nach der Erstveröffentlichung hier im Blog, können Sie alle Kapitel in der Rubrik „Artikel“ dennoch ganz in Ruhe nachlesen und nachschneidern. Die Schnittmuster sind dann zwar nicht mehr kostenlos, aber auf www.passt-online.de zum günstigen Set-Preis als Maßschnittmuster für PASST! erhältlich: HXX1330SETSIM „Set SCHNEIDERN IM MITTELALTER“.

Apropos PASST!: Sollten Sie die Schnittmuster noch in einer Standard-Konfektionsgröße bestellt haben, können Sie jetzt alle unsere Schnittmuster auch nach Ihren persönlichen Maßen ausgeben. Auf der genannten Adresse unsere kostenlose Maßschnittmuster-Software PASST! herunterladen und Ihre Schnittmuster-Lizenzen importieren. Und schon passt! es nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Partner, Ihren Kindern, Ihren Puppen, Ihrer Theatergruppe…

Außerdem finden Sie auf www.passt-online.de auch viele weitere Schnittmuster.

Dieses Buch hat sich ja speziell mit einigen Modellen des 12. bis 14. Jahrhunderts beschäftigt („Kollektion 1330“). Online finden Sie noch eine „Kollektion 1495“ mit interessanten Modellen des Spätmittelalters sowie eine Reihe von frühmittelalterlichen Stücken („Kollektion 800“).

Und wer das Mittelalter einmal verlassen möchte: Es warten auch authentische, digitalisierte Original-Schnittmuster der letzten 150 Jahre „Retro“ sowie natürlich das Kernprogramm: Basis-Schnittmuster alltäglicher Kleidungsstücke für jeden Anlass in zehntausenden Varianten nach Ihren persönlichen Maßen.

Während des Schreibens und der Veröffentlichung der einzelnen Kapitel sind noch viele Ideen entstanden, viele Anregungen hätten Wert eingearbeitet zu werden. Von Tippfehlern, vanished Satzzeichen und lektorenresistenten Bandwurmformulierungen ganz zu schweigen.

Der Plan der kommenden Wochen ist, dies als Chance aufzunehmen, sich einmal als eBook Autor zu versuchen – alles in einem Guss, ergänzt und verhübscht aufzubereiten. Lockeres Ziel ist die Veröffentlichung im Frühjahr 2014. Das wäre auch Ihre Chance, alles einmal am Stück und am Strand zu lesen. Mehr dazu Anfang kommenden Jahres hier im Blog.

Und hier ist jetzt s.u.:  Es folgt noch das versprochene „Weihnachtskapitel“ – ein bisschen mittelalterliche Info und ein bisschen Schnittmuster rund um das Thema. Zu lesen hier kurz vor Weihnachten.

Viel Spaß beim Selberschneidern!
George

Set SCHNEIDERN IM MITTELALTER
Die Schnittmuster zu den Nähprojekten: Die 5 Schnittmuster zu den Nähprojekten in diesem Buch (COTTE, SEITLICH OFFENES KLEID, GEBENDE, BRUCHE, KAPUZENHAUBE) zum günstigen Set-Preis.
Details…