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KLEIDER total

Kleider total

KLEIDER – die typisch weibliche Hülle

Ein KLEID wird definiert als einteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen, das sowohl den Oberkörper wie auch die Beine bedeckt. Seit Jahrtausenden bis heute werden Schöpfer von Mode nicht müde, dieses wohl weiblichste Stück Oberbekleidung neu zu erfinden – Details in Formen, deren Kombination, Material, aber auch Inhalt und Umfeld der Präsentation faszinieren stets aufs Neue.

Das Kleid ist auch bevorzugtes kreatives Objekt der Selberschneiderinnen. Ein schönes Material und ein passendes Schnittmuster, dann ist die Idee, die Vorstellung bereits nach wenigen Stunden ein tragbares Erfolgserlebnis.
Nun ist ein Kleid nicht einfach ein Kleid. Das müssen wir einmal etwas genauer, theoretischer hinschauen…

Formen des Kleides

Die Definition des Kleides spricht von einer einteiligen Bedeckung von Oberkörper und Beinen. Dies kann im Detail sehr unterschiedlich geschehen. Aus schnitttechnischer Sicht werden wir Oberteil und Rockteil getrennt betrachten. Vor der Umsetzung einer Idee sollte aber das Gesamtbild führen, der zu erzielende Eindruck – der bestpassende Grundschnitt findet sich.

Beginnen wir am Oberkörper. Hier können grob zuerst einmal weite Formen und anliegende Formen unterschieden werden.

Weite Oberteile

Der Ursprung der Kleider-Schnitte ist die Tunika (in der westlichen Welt) bzw. der in der Grundform sehr ähnliche Kimono (fernöstlich). Hier stand seinerzeit sparsamer Umgang mit Material und einfache Verarbeitung von Stoffbahnen in voller Webbreite im Vordergrund. Zweimal Webbreite = einmal um den Körper herum – fertig! Eine Raffung oder Taillierung wurde mit einem zusätzlichen Gürtel erreicht. Dies ist die schlichteste Form eines weiten Kleides. Aber nicht täuschen lassen: Geschickt ausgewähltes Material oder raffinierte Verarbeitungsdetails lassen einen Hingucker entstehen.
Kleider total Kimono Tunika
Weite Oberteile lassen sich aber auch mit vielen anderen Grundschnitten erreichen. Ein weit eingestellter, durchgeknöpfter Blusenschnitt oder ein Shirt sind eine gute Basis weiter Kleider.

Anliegende Oberteile

Enger anliegend lässt sich speziell der ausgeprägter-weibliche Oberkörper mit Flächenmaterial nicht so einfach verhüllen. Hier wurde der Abnäher / die Teilung erfunden.

Eine typische Schnittform für Kleider ist der Prinzessschnitt. Hier werden Vorder- und Rückenteil durch die durchgehende Teilungslinie Schulter – Brust – Taille – Hüfte – Rocksaum getrennt, die Formgebung der Naht erlaubt eine recht gute, kontinuierliche Anpassung an die nennenswerten Umfangsdifferenzen der Körperebenen. Die einfache Linie eines anliegenden Oberteils mit einem weiten, fließenden Rockteils wirkt sehr elegant – nicht umsonst heißt das Prinzesskleid wie es heißt.
Kleider total Prinzesskleid
Aber auch andere Abnäherformen ermöglichen, weibliche Formen passgenauer anliegend zu umhüllen: Genannt seien nur Wiener Teilung, Keilabnähern, Taillenabnäher oder Französische Abnäher.
Kleider total Kimono Abnäher

Bei Verwendung von ausreichend dehnbarem Material (Strickmaterial, dehnbare Stoffe, Latex, …) kann beinahe jeder Grundschnitt anliegend ausgeführt werden.
Kleider total Strick Kleid

Das Rockteil

Kommen wir zum unteren Teil, der Bedeckung der Beine. Dies geschieht beim typischen Kleid in Form eines Rockes.

Zuerst ist zu bedenken, ob der Rockteil direkt am Oberteil angeschnitten ist oder getrennt vom Oberteil zugeschnitten und dann angenäht.

Bei einem angeschnittenen Rockteil ergibt sich die Schnittform weitestgehend aus der Schnittform des Oberteils. So sind bei einem traditionellen Kleiderschnitt die Schnittteile in der Grundform vorgegeben, nur in der Weite des Oberteils oder der Ausstellung des Rockes variabel. Nun – es ließen sich aber noch Godets einarbeiten oder Rocknaht oder -saum raffen.
Kleider total Peplum Kleid Godet

Bei getrenntem Oberteil und Rockteil ist die Selberschneiderin freier in der Gestaltung. Hier können unabhängig vom Oberteil Bahnenröcke, Faltenröcke oder Peplums / Tellerröcke an das Oberteil gearbeitet werden. Dem persönlichen Geschmack und der eigenen Kreativität bleibt überlassen, in welcher Höhe zwischen (auch über) Brust und (auch unter) Hüfte die Vereinigung geschieht, ob fast unsichtbar schlicht zusammengenäht oder mit einem erkennbar-gürtelförmigen Bundstück.
Kleider total Peplum Kleid

Lust bekommen?

Schneidern Sie doch einmal Ihr Wunschkleid selbst! Schnittmuster ohne Ende dafür finden Sie auf www.passt-online.de – hier einmal beispielhaft das speziell zusammengestellte Set KLEIDER-TOTAL für Kleider jeder Art und für jeden Anlass.

Schnittmuster-Set KLEIDER TOTAL
Schnittmuster-Set KLEIDER TOTAL für Kleider und Röcke für wirklich jeden Anlass. Enthält folgende 14 variantenreiche PASST! Basisschnittmuster für Kleider, Oberteile und Röcke: BASISKLEIDER, TUNIKA-Kleider, PRINZESSKLEIDER, PEPLUM-Kleider, BLUSEN-Kleider, KIMONO-Kleider, T-SHIRTS, SHIRTS, CORSAGEN, BASISRÖCKE, FALTENRÖCKE, PETTICOATS/UNTERRÖCKE, GODETRÖCKE, BAHNENRÖCKE sowie als Accessoire SCHLEIFEN…
Details…

Nähen für Puppen?

17. Juni 2016 2 Kommentare

Vergangene Woche…

Der kleine DIN A5 Luftpolster-Umschlag wurde gerade geliefert, liegt jetzt auf dem Schreibtisch. Schon mit Spannung erwartet, wird daraus gleich ein kompletter Maßanzug erscheinen, ein dreiteiliges Business Outfit Bluse, Hose und Sakko. Auspacken – bügeln – fotografieren!

2 Monate zuvor…

Inge mailt George: „Ich habe Euch auf der Leipziger Buchmesse kennen gelernt und Eure Schnittmuster gleich ausprobiert. Ich bin begeistert, habe schon einige Puppensachen genäht. Darf ich die Sachen eigentlich auf Puppenbörsen verkaufen?“

Ein Mailwechsel entsteht. Einerseits typische Klärungen zur gewerblichen Nutzung der Schnittmuster. Aber für George viel interessanter: Inge näht für FASHION DOLLS! Seit mehreren Jahren gärt der Plan spezieller Schnittmuster für die kleinen Menschen-Abbilder in George´s Schublade. Und nicht nur der Plan. Im Anfall von Sammelleidenschaft liegen genau dort auch nicht wenige Dolls aller gängigen  Größen und Herkunft. Und www.dollforce.com wartet seither auf Belebung. Nur keine Zeit gefunden und keinen passenden Geschäftspartner. Eine Chance für diese interessante Nische?

George an Inge: „Wollen wir zusammen puppenmäßig was unternehmen? Näh doch mal etwas aus unseren Schnittmustern,  ich mache ein paar Fotos und dann überlegen wir mal zusammen. “

Wir einigen uns auf ein Outfit für eine 22“ Tonner American Model. Insgesamt selten und teuer und im deutschsprachigen Raum kaum anzutreffen, aber schick und groß genug auch für das eine oder andere Detail und vernünftige Fotos. Inge wird das Outfit schicken, sobald es fertig ist.

Zurück in der vergangenen Woche…

Auspacken … Begeisterung auf den ersten und den zweiten Blick. Die Bluse: Kleine Knöpfe, wie echt, dahinter fast unsichtbar durchsichtige Druckknöpfe für eine authentische vordere Öffnung. Kragen, Abnäher und Manschetten einwandfrei. Die Hose: echte Taschen! und ein überzeugender Hakenverschluss. Und das Sakko erst: Nicht einmal in Originalgröße ist ein solch sauberes Futter mit Bequemlichkeitsfalte im Rücken selbstverständlich.

Bügeln … George – merk Dir – für die Verpackung  der hochwertigen Stücke für den Versand an Kunden brauchen wir ne überzeugende Lösung.

Fotografieren … Glücklicherweise passt das Stück der 22“ AM aus der oben erwähnten Schublade wie angegossen. Einige Fotos für einen ersten Eindruck und zum Diskutieren – es soll ja noch nichts davon in einen Shop. Lernkurve 1: Auch bei den Puppen kommt es auf Maßmode an. Der blauäugige Ansatz von George, das Outfit auch gleich der genau gleich großen Volks Dollfie BJD SD überzustreifen, scheiterte kläglich an Schenkeln und Oberweite. Lernkurve 2: Für den Verkauf von Kleidungsstücken wird anders genäht als für Musterstücke für den Schnittmuster-Verkauf. Das An- und Ausziehen der Stücke mit den „Original“ vorderen Verschlüssen ist mühsam. Sehr. George´s Musterstücke sind meist hinten offen. Und eine zweite 22“ Fashion Doll mit steifen Armen ohne Ellenbogengelenk konnte schlichtweg nicht angezogen werden, ohne das Outfit zu beschädigen.

Einige der entstandenen Fotos sind hier zu sehen. Für einen ersten Versuch auf die Schnelle ist George zufrieden. Und Inge scheinbar auch, sie kann sich eine Zusammenarbeit in Sachen Puppenkleidung vorstellen.

Zukunft…

George wird Inge treffen. Termin und Ort stehen fest. Ein Burgrestaurant – George liebt Burgen…

Interessieren sich genug Leute für das Nähen für Puppen?

Soll und wird es künftig eine Kollektion von Puppen-Schnittmustern geben?

Was könnte entstehen?

Meinungen willkommen.

George wird berichten.


 

Alle PASST! Schnittmuster lassen sich auch für Puppen nähen. Das Outfit im Beispiel ist entstanden  aus den drei variantenreichen Basis-Schnittmustern DAMEN BLUSE, KLASSISCHE HOSE und SAKKO:

Sakko
DAMENBLUSE
Das Basisschnittmuster DAMENBLUSE für passt! ermöglicht mit tausenden einstellbaren Varianten die Grundlage unterschiedlichster Blusenformen für jeden Anlass. Einstellbar sind: …
Details…
Sakko
SAKKO für Damen und Herren
Variantenreiches PASST! Basisschnittmuster für Sakkos in verschiedenen Grundformen geeignet beispielsweise auch für Jackett, Blazer, Smoking, Cut, Frack. Verfügbare Varianten: …
Details…
Sakko
Klassische DAMEN- und HERRENHOSE
Basisschnittmuster klassische HERREN- oder DAMENHOSE. Variabel in Länge und Beinform. Bundfalten und Aufschlag sind wählbar…
Details…

 

NÄHMASCHINENTISCH

29. April 2015 1 Kommentar

Rückenschonend, platzsparend und transportabel: Innerhalb weniger Stunden entstand dieser höhenverstellbare NÄHMASCHINENTISCH aus günstigen Standardkomponenten vom Baumarkt. Falls Interesse besteht, kann George einmal eine Bauanleitung zusammenstellen…

So stand es auf der golden-pattern Facebook Seite – und es bestand Interesse – hier also die versprochene Anleitung zum Selberbauen:

Anlass und Idee

Erste Test- und Musterstücke neuer Schnittmuster von golden-pattern entstehen oft im Home-Office bei George. Das Büro ist eigentlich für das Selberschneidern nicht speziell ausgerüstet – die gängige Haushalts-Nähmaschine wartete im Lager und wurde bisher zur Nutzung auf den Esstisch gestellt.

Diese minimalistische Lösung hatte zwei wesentliche Nachteile:  Erstens war der Esstisch trotz aller Stuhlwechselversuche etwas zu hoch; nach wenigen Stunden, spätestens am zweiten Tag lauerten Rückenverspannungen. Zweitens war zum Abend das gemeinsame Familienessen behindert – Wegräumen und Fusselentfernen war lästig.

Deshalb die Idee, die Nähmaschine auf einem speziellen, ergonomischen, transportablen, immer bereitstehenden Nähmaschinen-Tischchen zu platzieren, das bei Bedarf jederzeit komplett vom Lager neben  den Schreibtisch getragen werden und dort auch solange benötigt verbleiben kann.

Konstruktion

Folgende Anforderungen  sollten bei der Konstruktion des Nähmaschinentischs erfüllt werden:

  • Größe und Gewicht sind in einem Rahmen, um von einer Person incl. Nähmaschine von Raum zu Raum getragen werden zu können.
  • Ergonomie: Versenkung des Nähmaschinenfußes auf die höhenverstellbare und deshalb stets optimale Arbeitsebene.
  • Alles stabil beisammen und bei Bedarf möglichst schnell einsatzbereit.
  • Alle erforderlichen Komponenten sind schnell, einfach und nicht zu kostspielig zu beschaffen.
  • Der Tisch ist ohne viel Werkzeug oder Spezialwissen schnell und einfach zusammenzubauen.

Also schnell eine Skizze gemacht und losgefahren,  um alles Notwendige zu beschaffen.

Beschaffung

Alle für diesen konkreten Nähmaschinentisch erforderliche  Komponenten wurden im Bauhaus und bei Ikea beschafft – George bekommt aber keine Prozente hierfür und  es können auch beliebige andere Häuser mit bestimmt genauso geeigneten Produkten aufgesucht werden.

Hier die Material- und Werkzeugliste:

Noch Hinweise zu einzelnen Komponenten:

Als Kompromiss zwischen Arbeitsfläche und Transportierbarkeit wurde als Arbeitsplattengröße 80×40 cm gewählt. Die reicht komplett für kleinere Arbeiten, und für große, unhandliche Stoffteile kann bei George der direkt angrenzende Schreibtisch mit zur Ablage genutzt werden.

Zur genauen Definition des Abstandes zwischen Arbeitsplatte und Bodenplatte (= Höhe des Nähmaschinenfußes) wurden aneinander verschraubte Winkel gewählt, die sich ohne zusätzliche Vorbereitungen durch die vorhandenen Löcher für unterschiedliche Höhen zusammenfügen ließen (s.Detailfoto).

Der Kabelkanal zur Aufnahme des Nähmaschinenanschlusses, der überschüssigen Länge des Fußschalter-Anschlusses und des Leuchtenkabels wurde nicht neu gekauft, sondern war von einem früheren Schreibtischkauf in dem genannten Möbelhaus übrig (ob es genau diesen Typ noch gibt? – aber ähnliche bestimmt).

Bei Auswahl der Steckdosenleiste ist vor allem zu beachten, dass seitlich Laschen für eine Wandmontage angebracht sind für die spätere Befestigung am Tisch. Ein Schalter in der Steckdose ist praktisch, um alles zusammen stromlos zu machen. Auch die Anschluß-Längen sind bei den einzelnen Modellen sehr unterschiedlich – vielleicht kann eine zusätzliche Verlängerungsschnur eingespart werden.

Je nach konkreter Auswahl der Winkel und der Platten muss die genaue Dimensionierung der Schrauben festgelegt werden: Die Gewindeschrauben  müssen durch die Winkel-Löcher passen und in der Länge jeweils zwei Winkel aufeinander schrauben können. Die Holzschrauben müssen Winkel und Beine sicher an den Holzplatten halten, die Plattendicke aber nicht durchstoßen. Also hier nochmal vor Ort genau schauen.

Alles beisammen? Dann jetzt zusammen bauen.

Zusammenbau

Außer dem puren Zusammenschrauben der Einzelteile ist bei dieser Ausführung des Nähmaschinentischs nur an einer einzigen Stelle wirklich Hand anzulegen: Beim Ausschnitt in der Arbeitsplatte für die Nähmaschine.

Die Anzahl der benötigten Werkzeuge ist übersichtlich:

  • Der Nähmaschinen-Ausschnitt gelingt am besten mit einer Stichsäge.
  • Schmirgelpapier verschiedener Körnungen sorgt für späteres splitterfreies Nähen.
  • Ein Schraubenzieher und ggf. einen Schraubenschlüssel / eine Zange für die Holz- und Gewindeschrauben.

Schauen wir uns die Arbeitsgänge jetzt einmal genauer an:

  1. Die Nähmaschine soll in die Arbeitsplatte zur Arbeitsebene bündig versenkt werden und darunter auf der Bodenplatte stehen. Hierzu den Fuß ausmessen und die persönlich bevorzugte Position in der Arbeitsplatte einzeichnen. Bei dieser konkreten Ausführung wurden die Anschluss-Leitungen der Nähmaschine gleich noch geschützt, sowie Befindlichkeiten von George als Linkshänder berücksichtigt. Noch wichtig: Für den Tausch des Unterfadens kann die Maschine leicht herausgehoben und diagonal auf den Plattenausschnitt gestellt werden.
  1. Jetzt ist es an der Zeit, alle Kanten der beiden Platten mit feinem Sandpapier rund und absolut splitterfrei zu schleifen, damit später der Stoff keinen Schaden nimmt. An den Baumarktplatten war hier nicht mehr viel zu tun, vor allem aber an dem gerade gearbeiteten Ausschnitt.
  1. Ein zweiter für die Funktion wesentlicher Arbeitsschritt ist die Vorbereitung und Befestigung der Winkel für den gewünschten Abstand von Arbeitsplatte und Bodenplatte. Hier ist etwas probieren angesagt. George hatte Glück: Je 2 Winkel konnten genau zur Höhe des Nähmaschinen-Fußes zusammengeschraubt werden (notfalls passende Löcher in die Winkel bohren). Insgesamt 6 vorbereitete Winkelpaare halten die Bodenplatte unter der Arbeitsplatte und werden mit den Holzschrauben unter der Arbeitsplatte und an der Bodenplatte angeschraubt (Bild s. oben).
  1. Zeit für die Beine: Jeweils in den Ecken der Arbeitsplatte mit Holzschrauben befestigen. Jetzt das im Rohbau fertige Tischchen einmal auf die richtige Höhe einstellen, die Nähmaschine platzieren und schauen, ob es behagt (Stichpunkte Beinfreiheit, Zugänglichkeit der Bedienelemente der Nähmaschine, Ablagefläche etc.) (Bild s. oben).
  1. Jetzt kann der Kabelkanal hinten unter die Arbeits- oder Bodenplatte geschraubt werden.
  1. Die Steckdose hält angeschraubt unter der Arbeitsplatte, seitlich an der Bodenplatte oder – wie im konkreten Fall – mit 2 Winkeln am Kabelkanal (Bild s. oben).
  1. Als letztes noch eine Arbeitsleuchte mit hellem LED-Licht an der Arbeitsplatte befestigt: Zum einen ist George das eingebaute Nähmaschinen-Leuchtchen zu funzelig, zum anderen brauchen gelegentlich geschossene Muster-Fotos mehr Lumen.
  1. Alles noch stolperfrei verkabeln, anschließen,

Fertig!

Losschneidern!

 Optionen

Der Nähmaschinentisch von George ist mehr auf Einfachheit ausgelegt als auf Eleganz und handwerkliche Perfektion – erfahrenere Hobbybastler werden wahrscheinlich schon hier und da die Nase gerümpft haben. Nachfolgend einige Anregungen zur Optimierung für diesbezüglich anspruchsvollere SelberschneiderInnen (oder deren heimwerkeraffine PartnerInnen):

  1. Je nach persönlicher körperlicher Konstitution und Länge der Arme kann sich das Tragen des Tischchens incl. Nähmaschine von Raum zu Raum schwierig gestalten. Dies trifft umso sicherer zu, wenn statt der vorliegenden 80x40cm eine Arbeitsplatte von 100x50cm oder gar mehr zugunsten immer benötigtem Ablageplatz verwendet wird. In diesem Fall ist die Verwendung von zwei einsteckbaren, vorzugsweise blockierbaren Rollen unter den Beinen auf einer Seite empfehlenswert. Aber probieren, ob dann noch alles wackelfrei genug steht.
  2. Die Lösung der stabilen Abstandsdefinition zwischen Arbeits- und Bodenplatte mit Winkeln ist sehr praktisch, aber gewinnt sicher keinen Schönheitspreis. In erforderlicher Höhe speziell zugesägte Seitenleisten in der gewählten Holzqualität würden die Wertigkeit des Stückes deutlich steigern.
  3. Der Raum zwischen Arbeitsplatte und Bodenplatte ist außer der Stellfläche der Nähmaschine derzeit ungenutzt . Hier könnte ein zusätzliches Schublädchen Raum schaffen für Nähmaschinenzubehör oder Nähfadenröllchen.
  4. Selbstverständlich kann das Holz nach Belieben, z.B. zur übrigen Einrichtung passend, behandelt (z.B. lasiert) werden.
  5. … und Sie haben bestimmt noch viele eigene weitere Ideen für Ihren ganz individuellen Nähmaschinentisch.


Diese Bauanleitung finden Sie auch – fertig zum Ausdruck als PDF formatiert – in der GRATIS-Rubrik des Schnittmuster-Shops www.passt-online.de. In diesem Shop finden Sie natürlich auch alle Schnittmuster zum Selberschneidern auf Ihrem neuen Nähmaschinentisch…

SCHNEIDERN IM MITTELALTER jetzt als eBook erhältlich

Seit heute ist das Buch „SCHNEIDERN IM MITTELALTER: Historisches, Hintergründe und Nähprojekte nach Maß“ als eBook bei Amazon (www.amazon.de/dp/B00JUWX03I) erhältlich.

Inhaltlich überarbeitet und um einige Nähprojekte gegenüber den Blog-Artikeln ergänzt, ist dieses Buch die richtige Lektüre für alle historisch interessierten SelberschneiderInnen.

Der erste Teil des Buches beschreibt die mittelalterliche Herstellung von Kleidung: Materialien, Technik sowie typische Kleidungsstücke – immer auch mit dem Seitenblick auf die heutigen Möglichkeiten hinsichtlich Materialverfügbarkeit, Technik und Zeitgeist.

Der zweite Teil umfasst 8  Nähprojekte, in denen eine Garderobe für die Frau und den Mann (und auch die Kinder) erläutert wird aus den Stücken Cotte, Seitlich offenes Kleid, Gebende, Bruche, Kapuzenhaube, Halbkreismantel und Kugelknopf. Eine Mitra erlaubt auch die vorweihnachtliche Nutzung.

Wer dieses Buch nicht ausschließlich aus allgemeinem Interesse liest, sondern gleich mitschneidern möchte: Ergänzend  stehen die Schnittmuster der Nähprojekte als Set für die Maßschnittmuster-Software PASST! zur Verfügung. Der 10-Euro-Gutschein im Buch als Rabatt auf die Schnittmuster entlastet die Hobby-Kasse.

Jubiläum: 15 Jahre golden-pattern

Zum Osterfest 2014 feiert golden-pattern Schnittmuster nach Maß sein 15-jähriges Bestehen. Ein Anlass, einmal die Firmengeschichte mit den wichtigsten Highlights einzelner Jahre Revue passieren zu lassen.

Weihnachtsfest 1998

Die Mutter von George – gelernte Schneiderin – schenkt seinen Töchtern (12 und 13) zu Weihnachten eine Nähmaschine. Anlass, sich nach über 20 Jahren Näh-Abstinenz einmal wieder mit Schere, Nadel und Faden auseinanderzusetzen.

Januar 1999

Das erste Nähprojekt, drei Fleecejacken nach einem Mehrgrößen-Schnittmuster des Marktführers, endet katastrophal. Ok, George´s Schuld. Einfach die üblichen Kleidungsgrößen blind zugeschnitten und zusammengenäht. Bei den Mädels wirkten die Jacken wie ein Zelt über einem Streichholz, dafür füllte George das Kleidungsstück prall aus. Mit Dreiviertelärmeln.

Der Blick (besser wäre vorher gewesen) auf die Größentabellen des Schnittmuster-Herstellers verrät: George z.B. liegt in den einzelnen Maßen zwischen Größe 48 und 58 (in der Körpergröße noch darüber). Kann ja nicht passen.

Soweit die Erinnerung nicht trügt, wurden die Jacken 1x alibihalber auf einem Spaziergang getragen und verschwanden dann…

Osterfeiertage 1999

Einige Tage frei, keine Termine, keine Verpflichtungen. Da war doch dieses Schnittmuster-Ärgernis. Ist es nicht im Zeitalter des PCs möglich, einfach seine persönlichen Maße einzugeben und heraus kommt ein Schnittmuster, das passt?

Eine kleine Recherche in den bescheidenen Anfängen des Internets zeigt: Für Hobby-Leute gibt es da wohl nichts, nur Profi-CAD-Systeme, hinsichtlich Komplexität und Preis für eine andere Zielgruppe.

Also hingesetzt an den PC, Delphi aufgerufen (eine seinerzeit sehr beliebte Programmiersprache des Herstellers Borland) – was wird gebraucht – Maße erfassen – eine Syntax zur Definition von Schnittmustern – eine Schnittmuster-Vorschau – Ausdrucken am heimischen Tintendrucker.

Ostermontag 1999 erzeugt ein Software-Rudiment namens „GOLDPATT“ ein erstes Fleecejacken-Schnittmuster mit dem Namen „HEMD01“ – nachträglich gesehen die Geburt der Firma golden-pattern.

Jahre 1999 / 2000

Im Rahmen der nebenberuflich-hobbymäßigen Möglichkeiten Weiterentwicklung von GOLDPATT. Funktioniert gut, erste Kontakte, viele Interessenten. Erstellung einer Internet-Seite mit dem kostenlosen Download von GOLDPATT mit HEMD01:

www.golden-pattern.de

Viele tausend Downloads im ersten Jahr, gute, konstruktive Feedbacks und Nachfrage nach weiteren Schnittmustern zeigen: Das Thema ist interessant und ausbaubar.

Jahr 2001

GOLDPATT hat einen vorzeigbaren Entwicklungsstand erreicht. Ziel: einfache Bedienung und möglichst gute Gradierungs-Ergebnissen der Schnittmuster für jede Größe von Puppe über Kinder und alle Erwachsenen-Proportionen bis extraknuffig.

Einige grundlegende weitere Schnittmuster wie HOSE01 oder ROCK01 sind entwickelt und getestet. Ein kleiner Online-Shop entsteht, Beginn der gewerblichen Nutzung.
Nach und nach Veröffentlichung vieler weiterer grundlegender Schnittmuster. Allzeit-Renner bis heute ist das Schnittmuster 5-Pocket-Jeans JEANS01.

Jahr 2005

Eine stattliche Anzahl unterschiedlichster Schnittmuster steht inzwischen zur Verfügung. Erste CD Zusammenstellungen werden veröffentlicht, zuerst noch selbstgebrannt und –gedruckt. Aber die Möglichkeit, nicht nur über den eigenen Online-Shop zu verkaufen. Der Kundenstamm wächst stetig.

Jahre 2007 / 2008

Gedanken über die Zukunft von golden-pattern. Wo wollen wir hin? Wird der „Zero-Budget“-Gedanke vom Projektstart aufrecht erhalten? Wie lange lässt sich GOLDPATT noch weiterentwickeln, wo sind die Grenzen?

Jahr 2008

Die Internet-Plattform INTERPATT geht online. Die Idee ist, alle Funktionen von GOLDPATT auch online abwickeln zu können, im Browser, Plattform-unabhängig ohne Software-Installation am eigenen Gerät.

Die Menschheit war noch nicht bereit dafür. Oder die Plattform war grottenschlecht. Oder das Marketing. Jedenfalls wurde der Betrieb von INTERPATT nach etwa einem Jahr wegen erwiesener Nichtzurkenntnisnahme durch die KundInnen eingestellt. Die Idee schlummert aber noch in der Schublade – manchmal zuckt sie.

Jahr 2009

Mittelalter kommt in Mode. Eine erste kleine Test-Kollektion von mittelalterlichen Schnittmustern erzielt unerwartet positive Resonanz. Seither sind die historischen Schnittmuster ein fester Bestandteil unseres Portfolios mit einem eigenen, sehr fachkundigen, treuen Kundenstamm.

Im Hintergrund wurde mit Start der Mittelalter-Modelle auch die neue Generation der Maßschnittmuster-Software gezeugt – gravierend erweiterte interne Schnittmuster-Syntax und neue Software-Algorithmen ermöglichen künftig noch raffiniertere Modelle und Varianten.

Jahr 2010

Ein Kundenwunsch führt zu dem Versuch der Digitalierung eines authentischen Schnittmusters aus den 1920er Jahren.

Nach Kontakten und freundlichen Genehmigungen einiger Rechteinhaber wie den Staatlichen Museen von Berlin. Ullstein oder dem Buchverlag für die Frau entsteht eine kleine Retro/Vintage-Kollektion: digitalisierte Original-Schnittmuster, aber voll gradierbar, mit Original-Abbildungen und Beschreibungstexten aus dem Zeitraum 1860 bis 1940.

Die Kundenresonanz auf die Retro-Modelle ist sehr unterschiedlich. Einige Fans dieses Zeitraums sind begeistert, wirklich 100% authentische Schnittmuster nach ihren persönlichen Maßen nutzen zu können. Andere, „normale“ Hobby-NäherInnen sind häufiger einmal pikiert über die Qualität der Schnittteile oder der Beschreibung, manchmal sogar über die Rechtschreibung – dies alles hatte halt vor 100 Jahren einen anderen Stand, einen anderen Zeitgeist.

Jahr 2011

Dank an den Buchverlag für die Frau.

In den Kontakten und interessanten Gesprächen mit der Geschäftsführerin und ihrem Mann aus dem Retro-Rechte-Anlass entstand die Idee zu einem Buch über das Schneidern nach Maß. „PASST!“ soll es heißen und die neue Software-Generation auf CD enthalten, die Wörter „Selberschneidern“ sowie „SelberschneiderInnen“ sollen etabliert werden. Nur letzteres ist nicht gelungen – die Lektorin konnte das Paradigma des Dudens nicht überwinden.

Im Mai 2011 erscheint „PASST! Selber schneidern nach Maß“.

Und golden-pattern wird in Facebook aktiv auf facebook.com/goldenpattern unter dem Motto: „Unsere Facebook-Fans wissen mehr!“

Jahr 2012

Durch einen Zufall in einer Auktionsplattform entdeckt: Eine asiatische Gliederpuppe, „Ball-jointed-doll“ oder „BJD“. Nun spielen Jungs nicht mit Puppen (weiteres kann ja hier und hier und hier in diesem Blog nachgelesen werden), aber eine Faszination hinsichtlich der Benähbarkeit dieser Puppen und dem Marktpotential lässt sich nicht leugnen, speziell auch nach Recherchen über die im englischsprachigen Ländern beliebten Fashion Dolls.

Das Thema soll auf der Seite www.dollforce.com angegangen werden; leider liegt die Seite wegen gesundheitsbedingtem Rückzug einer Geschäftspartnerin brach. Interesse an einem kleinen eigenen Geschäftsfeld? Melden!

Ebenfalls 2012 begann die Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Miroque – Lebendige Geschichte“. Bis zur grundlegenden thematischen Umstrukturierung der Miroque dieses Jahr war in allen Regelausgaben 2012/2013 und in vielen Sonderausgaben ein themenbezogenes Maßschnittmuster von golden-pattern enthalten.

Jahr 2013

Der Generationswechsel der Maßschnittmuster-Software wird vollzogen. PASST! ist nicht mehr nur im Buchformat erhältlich, sondern soll wie der Vorgänger GOLDPATT kostenlos im Download bereit stehen, mit einem Shop voller unterschiedlichster Schnittmuster. „Alte“ Schnittmuster der KundInnen sollen auch in PASST! ohne Neukauf verfügbar sein. Im Januar 2013 geht PASST! online auf:

www.passt-online.de

Im Dezember 2013 wird dann endgültig der GOLDPATT Download und der GOLDPATT Shop vom Netz genommen, mehr hier im Blog-Artikel R.I.P. GOLDPATT.

 

Jahr 2014

Es geht weiter:

erste neue Basis-Schnittmuster für PASST! entstehen, die früher nicht möglich gewesen wären.

PASST! Schnittmuster sind jetzt auch gesammelt auf CD verfügbar.

Die Kollektionsplanung für die kommenden Monate steht.

Ostern 2014 wird gefeiert! Wir sind stolz auf 15 Jahre golden-pattern Schnittmuster nach Maß und auf tausende aktive KundInnen.

 

Pläne für die Zukunft

Kurzfristig ist einfach:

Dieser Tage wird das Mitmach-Buchprojekt „SelberschneiderInnen“ gestartet, von KundInnen für KundInnen. Mehr auf www.facebook.com/selberschneiderinnen.

Die neue PASST! CD STARTER ist gerade herausgekommen, muss noch bekannt gemacht werden.

Kommenden Monat wird das als 2. Auflage erweiterte Buch „Schneidern im Mittelalter“ als eBook für den Kindle veröffentlicht.

Ein weiterer persönlicher Auftritt auf dem Stoffmarkt Holland wird vorbereitet.

Und die Oster-Feier-Tage werden auch genutzt, die mittel- und die längerfristige Palme zu fokussieren: am Firmen-Whiteboard hängen 107 Zettel mit Ideen und Konzepten, von roten Magneten gehalten.

Also, Langeweile kommt auch die kommenden 15 Jahre nicht auf.

Blog SELBERSCHNEIDERN hiermit eröffnet!

30. Oktober 2012 1 Kommentar

Da ist er: der Blog SELBERSCHNEIDERN von George dem Selberschneider. Allerlei Organisiertes und Unorganisiertes zum Thema Hobby Nähen ist geplant, Vieles in der Schublade und auf der Festplatte, ständig auf Achse, kein Posting-Notstand in Sicht.

Wer von Anfang an dabei sein will – jetzt FOLGEN klicken.

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