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KLEIDER total

Kleider total

KLEIDER – die typisch weibliche Hülle

Ein KLEID wird definiert als einteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen, das sowohl den Oberkörper wie auch die Beine bedeckt. Seit Jahrtausenden bis heute werden Schöpfer von Mode nicht müde, dieses wohl weiblichste Stück Oberbekleidung neu zu erfinden – Details in Formen, deren Kombination, Material, aber auch Inhalt und Umfeld der Präsentation faszinieren stets aufs Neue.

Das Kleid ist auch bevorzugtes kreatives Objekt der Selberschneiderinnen. Ein schönes Material und ein passendes Schnittmuster, dann ist die Idee, die Vorstellung bereits nach wenigen Stunden ein tragbares Erfolgserlebnis.
Nun ist ein Kleid nicht einfach ein Kleid. Das müssen wir einmal etwas genauer, theoretischer hinschauen…

Formen des Kleides

Die Definition des Kleides spricht von einer einteiligen Bedeckung von Oberkörper und Beinen. Dies kann im Detail sehr unterschiedlich geschehen. Aus schnitttechnischer Sicht werden wir Oberteil und Rockteil getrennt betrachten. Vor der Umsetzung einer Idee sollte aber das Gesamtbild führen, der zu erzielende Eindruck – der bestpassende Grundschnitt findet sich.

Beginnen wir am Oberkörper. Hier können grob zuerst einmal weite Formen und anliegende Formen unterschieden werden.

Weite Oberteile

Der Ursprung der Kleider-Schnitte ist die Tunika (in der westlichen Welt) bzw. der in der Grundform sehr ähnliche Kimono (fernöstlich). Hier stand seinerzeit sparsamer Umgang mit Material und einfache Verarbeitung von Stoffbahnen in voller Webbreite im Vordergrund. Zweimal Webbreite = einmal um den Körper herum – fertig! Eine Raffung oder Taillierung wurde mit einem zusätzlichen Gürtel erreicht. Dies ist die schlichteste Form eines weiten Kleides. Aber nicht täuschen lassen: Geschickt ausgewähltes Material oder raffinierte Verarbeitungsdetails lassen einen Hingucker entstehen.
Kleider total Kimono Tunika
Weite Oberteile lassen sich aber auch mit vielen anderen Grundschnitten erreichen. Ein weit eingestellter, durchgeknöpfter Blusenschnitt oder ein Shirt sind eine gute Basis weiter Kleider.

Anliegende Oberteile

Enger anliegend lässt sich speziell der ausgeprägter-weibliche Oberkörper mit Flächenmaterial nicht so einfach verhüllen. Hier wurde der Abnäher / die Teilung erfunden.

Eine typische Schnittform für Kleider ist der Prinzessschnitt. Hier werden Vorder- und Rückenteil durch die durchgehende Teilungslinie Schulter – Brust – Taille – Hüfte – Rocksaum getrennt, die Formgebung der Naht erlaubt eine recht gute, kontinuierliche Anpassung an die nennenswerten Umfangsdifferenzen der Körperebenen. Die einfache Linie eines anliegenden Oberteils mit einem weiten, fließenden Rockteils wirkt sehr elegant – nicht umsonst heißt das Prinzesskleid wie es heißt.
Kleider total Prinzesskleid
Aber auch andere Abnäherformen ermöglichen, weibliche Formen passgenauer anliegend zu umhüllen: Genannt seien nur Wiener Teilung, Keilabnähern, Taillenabnäher oder Französische Abnäher.
Kleider total Kimono Abnäher

Bei Verwendung von ausreichend dehnbarem Material (Strickmaterial, dehnbare Stoffe, Latex, …) kann beinahe jeder Grundschnitt anliegend ausgeführt werden.
Kleider total Strick Kleid

Das Rockteil

Kommen wir zum unteren Teil, der Bedeckung der Beine. Dies geschieht beim typischen Kleid in Form eines Rockes.

Zuerst ist zu bedenken, ob der Rockteil direkt am Oberteil angeschnitten ist oder getrennt vom Oberteil zugeschnitten und dann angenäht.

Bei einem angeschnittenen Rockteil ergibt sich die Schnittform weitestgehend aus der Schnittform des Oberteils. So sind bei einem traditionellen Kleiderschnitt die Schnittteile in der Grundform vorgegeben, nur in der Weite des Oberteils oder der Ausstellung des Rockes variabel. Nun – es ließen sich aber noch Godets einarbeiten oder Rocknaht oder -saum raffen.
Kleider total Peplum Kleid Godet

Bei getrenntem Oberteil und Rockteil ist die Selberschneiderin freier in der Gestaltung. Hier können unabhängig vom Oberteil Bahnenröcke, Faltenröcke oder Peplums / Tellerröcke an das Oberteil gearbeitet werden. Dem persönlichen Geschmack und der eigenen Kreativität bleibt überlassen, in welcher Höhe zwischen (auch über) Brust und (auch unter) Hüfte die Vereinigung geschieht, ob fast unsichtbar schlicht zusammengenäht oder mit einem erkennbar-gürtelförmigen Bundstück.
Kleider total Peplum Kleid

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LINGERIE

Schönes Etwas auf der weiblicher Haut“ – das ist es wohl, was mit der Bezeichnung LINGERIE heute vor allem verbunden wird.

Ursprünglich vom französischen Wort „linge“ – Leinen > Wäsche > Unterwäsche stammend, hat sich die Lingerie in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer eigenen, umworbenen Kleidungsgruppe entwickelt. Weit gefasst alles direkt auf der Haut Getragene, ob als Unterwäsche, als Nachtwäsche, oder nur so in Freizeit oder zum Spaß. Enger gefasst Frauenkörper umspielend, gern sexy, gern transparent.

Wenn die SelberschneiderIn sich typische Lingerie Kleidungsstücke ansieht, ist zunächst einmal gar keine Verwandtschaft, keine Kategorie erkennbar hinsichtlich Schnittkonstruktion, möglichem Material oder Zweck der Verwendung. Die meisten der Schnittmuster sind verwendbar für Frauen, aber oft auch für Männer und bedenkenlos sogar für Kinder; aus Seide und Spitze, aber auch aus Baumwolle oder dem namensgebenden Leinen; Details entscheiden über explizit supersexy bis bequem lässig alltagstauglich. Und natürlich entscheidend wie immer der Inhalt des Kleidungsstücks in den Augen des Betrachters.

Schauen wir uns einmal einige Lingerie Kleidungsstücke näher an.

Wer übrigens zuerst wirklich schauen mag statt lesen: Fotos von Lingerie Musterstücken aus unterschiedlichsten Schnittmustern sind hier in einem kleinen Fotoshow-Video zusammengestellt.

https://youtu.be/eB4RHZKf_n8

Einige der folgenden Kleidungsstücke wurden übrigens bereits in früheren Blogartikeln ausführlich vorgestellt. In diesen Fällen einfach dem Link folgen.

Corsagen

Laut verbreiteter Definition ist die CORSAGE ein den Oberkörper eng umschließendes, festes und steifes Kleidungsstück; als Unterbekleidung oder Oberbekleidung zu tragen, als einzelnes Kleidungsstück oder zum Kombinieren oder Ansetzen…

Ausführliche Informationen HIER in diesem Blog.

https://selberschneidern.wordpress.com/2014/06/24/corsage-formenkunde/

Babydolls

Der BABYDOLL ist ein sehr leichtes, oft transparentes, oft weit geschnittenes Nachthemdchen.

Manchmal nur durch eine Oberbrust-Raffung gehalten, manchmal mit angesetzten Cups, ist ein ausgestellt gearbeitetes Rockteil unterschiedlich möglicher Länge angesetzt.

Weite Ausführungen können über den Kopf gestreift werden, im Brustbereich anliegende Modelle sind an der Unterbrust mit einem Knopf, Haken oder Bändchen verschlossen.

Ergänzt zu einer kompletten Nachtkleidung wird der Babydoll durch ein passend luftig gearbeitetes kurzes Höschen, wie in dem namensgebenden Film von 1956 zu sehen.

Shirts

Ein Grundelement von Unterwäsche und anderer Lingerie ist das ärmellose SHIRT in unterschiedlichen Weiten und Längen. Als Unterhemd für Frauen, Männer und Kinder ist das Shirt genauso unverzichtbar wie als Freizeitkleidung oder beim Sport.

Slips

Ein SLIP (vom englischen „slip“ – hineinschlüpfen) ist eine Unterhose (oder Badehose) für Frauen. Es existieren viele unterschiedliche Grundformen und Benennungen…

Ausführliche Informationen HIER in diesem Blog.

https://selberschneidern.wordpress.com/2014/03/18/slip-formenkunde/

Bodysuits

Die Bezeichnung BODYSUIT ist wohl der allgemeinste, umfassendste Begriff für ein einteiliges, meist anliegendes Kleidungsstück, das einen nennenswerten Teil des Körpers verhüllt. Immer enthalten ist der Rumpf bis in den Schritt, alternativ können Arme / Hände, Beine / Füße und Hals(ausschnitt) / Kopf integriert sein…

Ausführliche Informationen HIER in diesem Blog.

https://selberschneidern.wordpress.com/2015/01/29/bodysuit-formenkunde/

Body & Leggings

Die Kombination BODY & LEGGINGS aus einem eng anliegenden, beinlosen und meist im Schritt geschlossenen Oberteil (Body) mit separater, ebenfalls eng anliegender Hose (Leggings) ist ein Klassiker nicht nur für Sportanzüge unterschiedlichster Disziplinen.

Body und Leggings werden typischerweise aus unterschiedlichem Material gearbeitet und können auch komplett separat getragen werden (der Body z.B. aus gut sitzende, nicht verrutschende Unterwäsche).

Der Unterschied zum einteiligen Bodysuit mit angeschnittenen Hosenteilen ist, das die Leggings separat in typischer Hosenform geschnitten sind.

Kimono

Das „Ding zum Anziehen“, was Kimono übersetzt bedeutet, ist wohl das typische in aller Welt mit Japan verbundene Kleidungstück.

Der Kimono wird in fast unveränderter Form seit etwa dem 9. Jahrhundert von Frauen wie Männern in Japan getragen. Während er in vergangenen Jahrhunderten verbreitete Tagesbekleidung darstellte, ist der Kimono heutzutage – wohl auch mit der zunehmenden Verbreitung westlicher Kleidung in Japan – meist Festen und zeremoniellen Anlässen vorbehalten.

Der Grundschnitt eines Kimonos ist – wie viele sehr alte historische Schnitte – stark an der gewebten Stoffbahn orientiert und somit rechteckig und einfach.

Mit einem selbergeschneiderten Kimono lässt sich recht unkompliziert eine exotische, fernöstliche Stimmung zaubern (jedenfalls, wenn die strengen fernöstlichen Regeln zur kunstgerechten Herstellung, Lagerung, Reinigung, den Anlässen und dem Anlegen dieses Kult-Kleidungsstückes einmal außeracht gelassen werden).

Bademäntel

Ein BADEMANTEL ist ein kuscheliges Kleidungsstück für direkt auf feuchter Haut; zu sehen meist auf dem Weg zum und am Weg vom Badezimmer.

Der Bademantel ist meist knie- bis knöchellang mit Kapuze zum Schutz feuchter Haare oder mit halsschmeichelndem Schalkragen.

Der typische Bademantel entspringt einem normalen Jackenschnitt und  ist in Frottee oder Waffelpiqué gearbeitet.

Morgenmäntel

Ein MORGENMANTEL oder HAUSMANTEL ist ein leichtes Kleidungsstück, getragen über Schlafkleidung, Unterkleidung oder auch auf nackter Haut, um beim Herumlaufen in der Wohnung kulturell ordnungsgemäß verhüllt zu sein.

Je nach Geschmack ist der Mantel sehr kurz schenkel- bis vielleicht dreiviertellang, gern aus edlem Material wie Seide hergestellt.

Für Lingerie-Kombinationen sieht man häufig ein transparentes Kleidungsstück (Kleid, Babydoll, …) „darunter“ und ein in Farbe und Material abgestimmter, verdeckender Morgenmantel „darüber“.

Schlafanzüge

Der SCHLAFANZUG besteht aus einem Oberteil in T-Shirt-Form mit kurzen oder langen Ärmeln und einer separaten Hose mit kurzen oder langen Beinen, aus gleichem, weichem und hautfreundlichem Material.

Wie der Name sagt, wird der Schlafanzug zum Schlafen getragen, von Frauen, Männern und Kindern.

Oft gesehen die Ausführung in tristen Farben und öden Mustern. SelberschneiderInnen haben die Chance, hier Zeichen zu setzen!

Nachtkleider

Das Nachtkleid (manchmal Nachthemd genannt) ist traditionell die Nachtkleidung der Mädchen und Damen. Ein nicht zu enges bis weites, knie- bis knöchellanges Kleid aus hautsympathischem Material Kleidungsstück.

Leinen und Baumwolle sind zur Herstellung die traditionelle Wahl, optisch eindrucksvoller können auch edlere Materialien verwendet werden.

Unterkleider

Das UNTERKLEID wird unter einem Kleid oder einer Kombination Pullover/Bluse und Rock getragen. Gründe können sein zusätzlicher Kälteschutz, unerwünschte Transparenz der Oberbekleidung, besserer Fall  oder Vermeidung „hochkriechender“ Röcke oder Oberteile an der Haut.

Unterkleider sind in der Regel aus glattem, fallendem  Material, meist einfarbig, meist schlicht oder gezielt mit etwas Bling-Bling aufgewertet.

Bikini

Auch der BIKINI kann in die Gruppe der Lingerie Kleidungsstücke eingeordnet werden.

Die nett anzusehende Form des stoffsparenden Zweiteilers aus knapper Brustverdeckung + knappem Höschen ist bei Frauen zwar bereits seit dem Altertum bekannt und verdankt seinen heutigen Namen skurrilerweise amerikanischen Atomwaffentests auf dem gleichnamigen Südseeatoll.

Heute ist der Bikini an den Stränden dieser Welt verbreitet. Als typische Lingerie lässt sich der Schnitt aber auch in anderem Material gearbeitet gut als Unterbekleidung tragen und zeigen.

Schnittmuster

Schnittmuster zum Artikel:Auf www.passt-online.de stehen die genannten Maß-Schnittmuster bereit.
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