Archive

Posts Tagged ‘Bluse’

Die SCHLUSE

Da sollte man denken, modebegriffstechnisch sei George kaum noch zu überraschen – aber gestern als Fern-Seher einer vorabendlich-öffentlichrechtlichen Quizshow wurde er mit der Frage „Was ist eine Schluse?“ konfrontiert.

Antwortalternativen wurden präsentiert: zum Fischfang? zum Straßenbau? zum Anziehen? Letzteres schloss George für sich aus, er hätte es schon mal gehört. Auch die Kandidaten in der Quizshow waren ratlos. Und auch 61 von 62 Studiozuschauern. Einer aber stand auf und vermerkte „Bei uns sagt man auch schlusig für lässig, es ist ein lockeres Kleidungsstück für Frauen.“.

Richtig lag er.

Berater Google musste her. Der Duden online half nicht weiter: „Geld (auch für Falschgeld), Hülle, Hülse, Schale, Schlampe“ sagte dieser. Nun, Duden ist vielleicht zu spießig. Ein anderes Begriffshelferlein definierte eine Gefängnis-Schließerin.

Die Schluse

Es war aber dennoch auf den ersten Blick nicht zu übersehen. Shop-Angebote aller großen Bekleidungshersteller, Bilder ohne Ende und auch Erläuterungen für alle ähnlich-wie-George-Unwissenden: Die SCHLUSE ist ein Kunstwort zusammengesetzt aus SHIRT und BLUSE. Lässig weit, bequem, nicht unbedingt mit Kragen oder Knopfleiste, aber fraulich modisch elegant hinsichtlich Material und/oder verarbeitungstechnischen Details. Ein seit etwa einem Jahr hippes Must-have im weiblichen Kleiderschrank.

Das Schlusen-Schnittmuster

Nun wäre George nicht Schnittmuster-Hersteller, wenn er sich nach dieser Offenbarung nicht gleich die Frage stellen würde: Braucht´s da ein neues Schnittmuster? SCHLUSE01? Aber schnelle Antwort: Nein. Viele der vorhandenen Schnittmuster schreien geradezu nach einer kreativen Verarbeitung zur Schluse.

Eine gute Ausgangsbasis für eine eigene Schluse sind – wer hätte dies gedacht – natürlich die Schnittmuster SHIRT und BLUSE. Beide weit eingestellt, und dann von der Bluse z.B. Ärmel, Kragen oder ein Stückchen Knopfleiste auf das Shirt montieren – fertig ist die individuell-perfekte Schluse.

Aber auch andere Schnittmuster können leicht zur Schluse mutieren: Die TUNIKA ist ein guter Rumpf und Halsausschnitt, auch HEMD ist in weit Damen-tauglich mit gut verwendbaren Ärmeln. Ärmelspender könnten auch JACKE oder SAKKO sein, oder auch ein kurzes PEPLUM-Shirt als Basis mit Fledermausärmeln und vielleicht Hemd-Manschetten – wer die Schnittmuster eh schon hat, kann durchklicken und träumen…

Wer näht die coolste Schluse?

Weiter gedacht: Die Kombination von Schnittmustern

Nun ist dieser Grundansatz der modischen Kombination von etablierten Kleidungsstücken (=Grundschnitte) ja nicht auf die Schluse beschränkt. Vieles kann man und frau sich vorstellen. Wäre mehr Denken in Komponenten der Versuch eines Fortschritts?
Aber das führt heute zu weit. Die Themen „Kombination von Schnittmustern“ und „Schnittmuster aus Komponenten“ werden fortgesetzt, sobald die Gedanken hierzu geordnet sind…

Die SCHLUSE - Beispiele

Lust bekommen?

Schneidern Sie doch einmal Ihre Schluse selbst! Schnittmuster ohne Ende dafür finden Sie auf www.passt-online.de – besonders natürlich das SHIRT und die BLUSE.

DAMENBLUSEN
Das Basisschnittmuster DAMENBLUSEN für passt! ermöglicht mit tausenden einstellbaren Varianten die Grundlage unterschiedlichster Blusenformen für jeden Anlass. Einstellbar sind: Passform: anliegend/Stretch, tailliert, gerade, weit, extraweit Länge: Taille, Hüfte, Schenkel Abnäher: keine, Keil-Abnäher, Wiener Teilung, Französischer Abnäher Kragen: Hemdkragen, Stehkragen, Mandarinkragen, Flachkragen, Rüsche, V-Ausschnitt, Rundausschnitt Kragenweite: halsnah, locker, weit Ärmellänge: lang, dreiviertel, kurz, Stummel Ärmelform: gerade, gerafft, Trompete Ärmelabschluss: Manschette, Saum, Rüsche Verschluss: Knöpfe, Zip…
Details…
SHIRT
Basisschnittmuster SHIRT für PASST! nach Ihren persönlichen Maßen für Damen, Herren und Kinder. Maßschnittmuster für ÄRMELLOSE SHIRTS unterschiedlicher Formen für verschiedenste Anlässe. Das Schnittmuster SHIRT ist aufgrund der wenigen Teile und den einfachen, geraden Nähten in den meisten Varianten besonders geeignet auch für Anfänger. Einige mögliche Einsatzfälle des SHIRTs: Sport-Shirts, festliche Tops, Sommer-Shirts, ländliche Shirts, lange Shirts als Nachtkleid, Hauskleid oder Partykleid. Für Stretch-Materialen wie auch für unelastische Stoffe geeignet. Varianten: Länge: von Unterbrust bis Knöchel. Weite Brust: Stretch, Anliegend, Bequem, Weit. Weite Saum: Stretch, Anliegend, Bequem, Weit, Sehr weit. Halsausschnitt: Rund, V-Ausschnitt, Kasten. Halsausschnitt Weite. Halsausschnitt Tiefe. Armausschnitt: Anliegend, Bequem, Tief, Tiefer. Armausschnitt Weite. Saum: Gerader Saum, Gerafft, Bündchen…
Details…

KLEIDER total

Kleider total

KLEIDER – die typisch weibliche Hülle

Ein KLEID wird definiert als einteiliges Kleidungsstück für Frauen und Mädchen, das sowohl den Oberkörper wie auch die Beine bedeckt. Seit Jahrtausenden bis heute werden Schöpfer von Mode nicht müde, dieses wohl weiblichste Stück Oberbekleidung neu zu erfinden – Details in Formen, deren Kombination, Material, aber auch Inhalt und Umfeld der Präsentation faszinieren stets aufs Neue.

Das Kleid ist auch bevorzugtes kreatives Objekt der Selberschneiderinnen. Ein schönes Material und ein passendes Schnittmuster, dann ist die Idee, die Vorstellung bereits nach wenigen Stunden ein tragbares Erfolgserlebnis.
Nun ist ein Kleid nicht einfach ein Kleid. Das müssen wir einmal etwas genauer, theoretischer hinschauen…

Formen des Kleides

Die Definition des Kleides spricht von einer einteiligen Bedeckung von Oberkörper und Beinen. Dies kann im Detail sehr unterschiedlich geschehen. Aus schnitttechnischer Sicht werden wir Oberteil und Rockteil getrennt betrachten. Vor der Umsetzung einer Idee sollte aber das Gesamtbild führen, der zu erzielende Eindruck – der bestpassende Grundschnitt findet sich.

Beginnen wir am Oberkörper. Hier können grob zuerst einmal weite Formen und anliegende Formen unterschieden werden.

Weite Oberteile

Der Ursprung der Kleider-Schnitte ist die Tunika (in der westlichen Welt) bzw. der in der Grundform sehr ähnliche Kimono (fernöstlich). Hier stand seinerzeit sparsamer Umgang mit Material und einfache Verarbeitung von Stoffbahnen in voller Webbreite im Vordergrund. Zweimal Webbreite = einmal um den Körper herum – fertig! Eine Raffung oder Taillierung wurde mit einem zusätzlichen Gürtel erreicht. Dies ist die schlichteste Form eines weiten Kleides. Aber nicht täuschen lassen: Geschickt ausgewähltes Material oder raffinierte Verarbeitungsdetails lassen einen Hingucker entstehen.
Kleider total Kimono Tunika
Weite Oberteile lassen sich aber auch mit vielen anderen Grundschnitten erreichen. Ein weit eingestellter, durchgeknöpfter Blusenschnitt oder ein Shirt sind eine gute Basis weiter Kleider.

Anliegende Oberteile

Enger anliegend lässt sich speziell der ausgeprägter-weibliche Oberkörper mit Flächenmaterial nicht so einfach verhüllen. Hier wurde der Abnäher / die Teilung erfunden.

Eine typische Schnittform für Kleider ist der Prinzessschnitt. Hier werden Vorder- und Rückenteil durch die durchgehende Teilungslinie Schulter – Brust – Taille – Hüfte – Rocksaum getrennt, die Formgebung der Naht erlaubt eine recht gute, kontinuierliche Anpassung an die nennenswerten Umfangsdifferenzen der Körperebenen. Die einfache Linie eines anliegenden Oberteils mit einem weiten, fließenden Rockteils wirkt sehr elegant – nicht umsonst heißt das Prinzesskleid wie es heißt.
Kleider total Prinzesskleid
Aber auch andere Abnäherformen ermöglichen, weibliche Formen passgenauer anliegend zu umhüllen: Genannt seien nur Wiener Teilung, Keilabnähern, Taillenabnäher oder Französische Abnäher.
Kleider total Kimono Abnäher

Bei Verwendung von ausreichend dehnbarem Material (Strickmaterial, dehnbare Stoffe, Latex, …) kann beinahe jeder Grundschnitt anliegend ausgeführt werden.
Kleider total Strick Kleid

Das Rockteil

Kommen wir zum unteren Teil, der Bedeckung der Beine. Dies geschieht beim typischen Kleid in Form eines Rockes.

Zuerst ist zu bedenken, ob der Rockteil direkt am Oberteil angeschnitten ist oder getrennt vom Oberteil zugeschnitten und dann angenäht.

Bei einem angeschnittenen Rockteil ergibt sich die Schnittform weitestgehend aus der Schnittform des Oberteils. So sind bei einem traditionellen Kleiderschnitt die Schnittteile in der Grundform vorgegeben, nur in der Weite des Oberteils oder der Ausstellung des Rockes variabel. Nun – es ließen sich aber noch Godets einarbeiten oder Rocknaht oder -saum raffen.
Kleider total Peplum Kleid Godet

Bei getrenntem Oberteil und Rockteil ist die Selberschneiderin freier in der Gestaltung. Hier können unabhängig vom Oberteil Bahnenröcke, Faltenröcke oder Peplums / Tellerröcke an das Oberteil gearbeitet werden. Dem persönlichen Geschmack und der eigenen Kreativität bleibt überlassen, in welcher Höhe zwischen (auch über) Brust und (auch unter) Hüfte die Vereinigung geschieht, ob fast unsichtbar schlicht zusammengenäht oder mit einem erkennbar-gürtelförmigen Bundstück.
Kleider total Peplum Kleid

Lust bekommen?

Schneidern Sie doch einmal Ihr Wunschkleid selbst! Schnittmuster ohne Ende dafür finden Sie auf www.passt-online.de – hier einmal beispielhaft das speziell zusammengestellte Set KLEIDER-TOTAL für Kleider jeder Art und für jeden Anlass.

Schnittmuster-Set KLEIDER TOTAL
Schnittmuster-Set KLEIDER TOTAL für Kleider und Röcke für wirklich jeden Anlass. Enthält folgende 14 variantenreiche PASST! Basisschnittmuster für Kleider, Oberteile und Röcke: BASISKLEIDER, TUNIKA-Kleider, PRINZESSKLEIDER, PEPLUM-Kleider, BLUSEN-Kleider, KIMONO-Kleider, T-SHIRTS, SHIRTS, CORSAGEN, BASISRÖCKE, FALTENRÖCKE, PETTICOATS/UNTERRÖCKE, GODETRÖCKE, BAHNENRÖCKE sowie als Accessoire SCHLEIFEN…
Details…