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Archive for the ‘Internes’ Category

HAPPY NEW YEAR 2015

George wünscht allen SelberschneiderInnen einen guten Rutsch und ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr 2015. Grüße von über den Dächern von Wien.

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SKAGEN Uhrarmband

Nicht wirklich Selberschneidern, aber zumindest DIY und vielleicht für den einen oder anderen hilfreich: George´s Erfahrungen mit neuen Leder-Armbändern für seine SKAGEN Titan Uhr.

Bei (einigen Modellen der) Uhren von SKAGEN sind die Uhrarmbänder nicht mit einem Metall-Federstift befestigt, sondern in einem Nut flach eingesteckt und von hinten in das Uhrband-Material hinein angeschraubt.

 

Bei dem ersten erforderlichen Armband-Wechsel vor Jahren der vielleicht naheliegende Versuch, das Original-Band über den Fachhandel, bei dem auch die Uhr erworben wurde, zu bestellen. Vielleicht war es nur Pech, aber trotz Vorwarnung des Händlers verlor George nach 3 Monaten Nicht-Lieferung die Nerven – Stornierung.

Er erwarb  daraufhin ein dem Original sehr ähnliches Uhrenarmband mit Titanschließe für normale Metallstift-Befestigung. Stabiles Leder, alles prima. Und kostete etwa ein Drittel des Original-Bandes.

Das Ende mit der Stift-Schlaufe im Schraubstock platt pressen, damit es in den Nut passt. Einführen. Anschrauben. Nach 5 Minuten war das Armband dran und tat bis zum akzeptierten Lebensende eines fast täglich getragenen Gebrauchsgegenstands klaglos seinen Dienst.

Genau dasselbe Band wurde mehrfach bei Bedarf wieder gekauft und befestigt. Das wäre noch nicht der Grund für George gewesen, einen Blog-Artikel zu schreiben.

 

Gestern der Kauf eines neuen Ersatzbandes. Gleiche Firma, gleiches Modell. Zuhause angekommen kommt aber schnell die Erkenntnis auf: diesmal werden es mehr als 5 Minuten.

Erste Erkenntnis: Das Oberleder ist jetzt gravierend dünner als bisher, und in die Schlaufe für den Federstift ist ein Plastikröhrchen zur Verstärkung eingeklebt. Die bewährte Prozedur „plattdrücken mit Schraubstock“ überlebt dieses neue Material nicht: Leder reißt, Plastik splittert, alles ist hässlich und unstabilst.

Idee: (eh verhunzte) Öse abschneiden und direkt das Leder in die Nut einführen.

Zweite Erkenntnis: Das neue Band ist durch den anderen Aufbau (früher schönes, stabiles Oberleder und dünnes Futter – jetzt dünnes Oberleder und dickes, faseriges Unterleder) etwa doppelt so dick wie bisher. Passt so nie in die Nut.

Welche Verbesserung für den Kunden die Designänderung des Uhrbandherstellers auch bringen sollte (doch nicht etwa nur Materialkosten-Ersparnis?): Für diesen Spezialeinsatz jedenfalls voll daneben.

 

Aus Verzweiflung jetzt also folgende Lösung: Mit einem feinen Cutter-Messer vorsichtig (für Material wie für Finger) das fusselige Unterleder in der Breite der Uhren-Nut in der Höhe etwa halbieren. Dann mit einer Zange den schmalen Teil noch etwas zusammenpressen, dann bröselt und staucht das Ganze auch nicht bei einführen in die Nut. Und der zweite Versuch funktionierte auch ganz gut.

Das Armband ist durch das Abschneiden der Ösen und das folgende Rumprobieren etwas kürzer geworden – auf jeden Fall vor der Montage noch einmal schauen, ob es um das Handgelenk passt.

Jetzt vorsichtig das Band bis zum Anschlag in die Nut einführen, gut anpressen und bis zum Anschlag festschrauben. Fertig.

Das schlussendliche Ergebnis erscheint optisch von hinten (findet George) akzeptabel, von vorn einwandfrei. Ob das Ganze auf Dauer stabil genug ist – time will tell. Nach vielleicht einem halben Jahr folgt hier eine Statusmeldung…

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SCHNEIDERN IM MITTELALTER jetzt als eBook erhältlich

Seit heute ist das Buch „SCHNEIDERN IM MITTELALTER: Historisches, Hintergründe und Nähprojekte nach Maß“ als eBook bei Amazon (www.amazon.de/dp/B00JUWX03I) erhältlich.

Inhaltlich überarbeitet und um einige Nähprojekte gegenüber den Blog-Artikeln ergänzt, ist dieses Buch die richtige Lektüre für alle historisch interessierten SelberschneiderInnen.

Der erste Teil des Buches beschreibt die mittelalterliche Herstellung von Kleidung: Materialien, Technik sowie typische Kleidungsstücke – immer auch mit dem Seitenblick auf die heutigen Möglichkeiten hinsichtlich Materialverfügbarkeit, Technik und Zeitgeist.

Der zweite Teil umfasst 8  Nähprojekte, in denen eine Garderobe für die Frau und den Mann (und auch die Kinder) erläutert wird aus den Stücken Cotte, Seitlich offenes Kleid, Gebende, Bruche, Kapuzenhaube, Halbkreismantel und Kugelknopf. Eine Mitra erlaubt auch die vorweihnachtliche Nutzung.

Wer dieses Buch nicht ausschließlich aus allgemeinem Interesse liest, sondern gleich mitschneidern möchte: Ergänzend  stehen die Schnittmuster der Nähprojekte als Set für die Maßschnittmuster-Software PASST! zur Verfügung. Der 10-Euro-Gutschein im Buch als Rabatt auf die Schnittmuster entlastet die Hobby-Kasse.

Jubiläum: 15 Jahre golden-pattern

Zum Osterfest 2014 feiert golden-pattern Schnittmuster nach Maß sein 15-jähriges Bestehen. Ein Anlass, einmal die Firmengeschichte mit den wichtigsten Highlights einzelner Jahre Revue passieren zu lassen.

Weihnachtsfest 1998

Die Mutter von George – gelernte Schneiderin – schenkt seinen Töchtern (12 und 13) zu Weihnachten eine Nähmaschine. Anlass, sich nach über 20 Jahren Näh-Abstinenz einmal wieder mit Schere, Nadel und Faden auseinanderzusetzen.

Januar 1999

Das erste Nähprojekt, drei Fleecejacken nach einem Mehrgrößen-Schnittmuster des Marktführers, endet katastrophal. Ok, George´s Schuld. Einfach die üblichen Kleidungsgrößen blind zugeschnitten und zusammengenäht. Bei den Mädels wirkten die Jacken wie ein Zelt über einem Streichholz, dafür füllte George das Kleidungsstück prall aus. Mit Dreiviertelärmeln.

Der Blick (besser wäre vorher gewesen) auf die Größentabellen des Schnittmuster-Herstellers verrät: George z.B. liegt in den einzelnen Maßen zwischen Größe 48 und 58 (in der Körpergröße noch darüber). Kann ja nicht passen.

Soweit die Erinnerung nicht trügt, wurden die Jacken 1x alibihalber auf einem Spaziergang getragen und verschwanden dann…

Osterfeiertage 1999

Einige Tage frei, keine Termine, keine Verpflichtungen. Da war doch dieses Schnittmuster-Ärgernis. Ist es nicht im Zeitalter des PCs möglich, einfach seine persönlichen Maße einzugeben und heraus kommt ein Schnittmuster, das passt?

Eine kleine Recherche in den bescheidenen Anfängen des Internets zeigt: Für Hobby-Leute gibt es da wohl nichts, nur Profi-CAD-Systeme, hinsichtlich Komplexität und Preis für eine andere Zielgruppe.

Also hingesetzt an den PC, Delphi aufgerufen (eine seinerzeit sehr beliebte Programmiersprache des Herstellers Borland) – was wird gebraucht – Maße erfassen – eine Syntax zur Definition von Schnittmustern – eine Schnittmuster-Vorschau – Ausdrucken am heimischen Tintendrucker.

Ostermontag 1999 erzeugt ein Software-Rudiment namens „GOLDPATT“ ein erstes Fleecejacken-Schnittmuster mit dem Namen „HEMD01“ – nachträglich gesehen die Geburt der Firma golden-pattern.

Jahre 1999 / 2000

Im Rahmen der nebenberuflich-hobbymäßigen Möglichkeiten Weiterentwicklung von GOLDPATT. Funktioniert gut, erste Kontakte, viele Interessenten. Erstellung einer Internet-Seite mit dem kostenlosen Download von GOLDPATT mit HEMD01:

www.golden-pattern.de

Viele tausend Downloads im ersten Jahr, gute, konstruktive Feedbacks und Nachfrage nach weiteren Schnittmustern zeigen: Das Thema ist interessant und ausbaubar.

Jahr 2001

GOLDPATT hat einen vorzeigbaren Entwicklungsstand erreicht. Ziel: einfache Bedienung und möglichst gute Gradierungs-Ergebnissen der Schnittmuster für jede Größe von Puppe über Kinder und alle Erwachsenen-Proportionen bis extraknuffig.

Einige grundlegende weitere Schnittmuster wie HOSE01 oder ROCK01 sind entwickelt und getestet. Ein kleiner Online-Shop entsteht, Beginn der gewerblichen Nutzung.
Nach und nach Veröffentlichung vieler weiterer grundlegender Schnittmuster. Allzeit-Renner bis heute ist das Schnittmuster 5-Pocket-Jeans JEANS01.

Jahr 2005

Eine stattliche Anzahl unterschiedlichster Schnittmuster steht inzwischen zur Verfügung. Erste CD Zusammenstellungen werden veröffentlicht, zuerst noch selbstgebrannt und –gedruckt. Aber die Möglichkeit, nicht nur über den eigenen Online-Shop zu verkaufen. Der Kundenstamm wächst stetig.

Jahre 2007 / 2008

Gedanken über die Zukunft von golden-pattern. Wo wollen wir hin? Wird der „Zero-Budget“-Gedanke vom Projektstart aufrecht erhalten? Wie lange lässt sich GOLDPATT noch weiterentwickeln, wo sind die Grenzen?

Jahr 2008

Die Internet-Plattform INTERPATT geht online. Die Idee ist, alle Funktionen von GOLDPATT auch online abwickeln zu können, im Browser, Plattform-unabhängig ohne Software-Installation am eigenen Gerät.

Die Menschheit war noch nicht bereit dafür. Oder die Plattform war grottenschlecht. Oder das Marketing. Jedenfalls wurde der Betrieb von INTERPATT nach etwa einem Jahr wegen erwiesener Nichtzurkenntnisnahme durch die KundInnen eingestellt. Die Idee schlummert aber noch in der Schublade – manchmal zuckt sie.

Jahr 2009

Mittelalter kommt in Mode. Eine erste kleine Test-Kollektion von mittelalterlichen Schnittmustern erzielt unerwartet positive Resonanz. Seither sind die historischen Schnittmuster ein fester Bestandteil unseres Portfolios mit einem eigenen, sehr fachkundigen, treuen Kundenstamm.

Im Hintergrund wurde mit Start der Mittelalter-Modelle auch die neue Generation der Maßschnittmuster-Software gezeugt – gravierend erweiterte interne Schnittmuster-Syntax und neue Software-Algorithmen ermöglichen künftig noch raffiniertere Modelle und Varianten.

Jahr 2010

Ein Kundenwunsch führt zu dem Versuch der Digitalierung eines authentischen Schnittmusters aus den 1920er Jahren.

Nach Kontakten und freundlichen Genehmigungen einiger Rechteinhaber wie den Staatlichen Museen von Berlin. Ullstein oder dem Buchverlag für die Frau entsteht eine kleine Retro/Vintage-Kollektion: digitalisierte Original-Schnittmuster, aber voll gradierbar, mit Original-Abbildungen und Beschreibungstexten aus dem Zeitraum 1860 bis 1940.

Die Kundenresonanz auf die Retro-Modelle ist sehr unterschiedlich. Einige Fans dieses Zeitraums sind begeistert, wirklich 100% authentische Schnittmuster nach ihren persönlichen Maßen nutzen zu können. Andere, „normale“ Hobby-NäherInnen sind häufiger einmal pikiert über die Qualität der Schnittteile oder der Beschreibung, manchmal sogar über die Rechtschreibung – dies alles hatte halt vor 100 Jahren einen anderen Stand, einen anderen Zeitgeist.

Jahr 2011

Dank an den Buchverlag für die Frau.

In den Kontakten und interessanten Gesprächen mit der Geschäftsführerin und ihrem Mann aus dem Retro-Rechte-Anlass entstand die Idee zu einem Buch über das Schneidern nach Maß. „PASST!“ soll es heißen und die neue Software-Generation auf CD enthalten, die Wörter „Selberschneidern“ sowie „SelberschneiderInnen“ sollen etabliert werden. Nur letzteres ist nicht gelungen – die Lektorin konnte das Paradigma des Dudens nicht überwinden.

Im Mai 2011 erscheint „PASST! Selber schneidern nach Maß“.

Und golden-pattern wird in Facebook aktiv auf facebook.com/goldenpattern unter dem Motto: „Unsere Facebook-Fans wissen mehr!“

Jahr 2012

Durch einen Zufall in einer Auktionsplattform entdeckt: Eine asiatische Gliederpuppe, „Ball-jointed-doll“ oder „BJD“. Nun spielen Jungs nicht mit Puppen (weiteres kann ja hier und hier und hier in diesem Blog nachgelesen werden), aber eine Faszination hinsichtlich der Benähbarkeit dieser Puppen und dem Marktpotential lässt sich nicht leugnen, speziell auch nach Recherchen über die im englischsprachigen Ländern beliebten Fashion Dolls.

Das Thema soll auf der Seite www.dollforce.com angegangen werden; leider liegt die Seite wegen gesundheitsbedingtem Rückzug einer Geschäftspartnerin brach. Interesse an einem kleinen eigenen Geschäftsfeld? Melden!

Ebenfalls 2012 begann die Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Miroque – Lebendige Geschichte“. Bis zur grundlegenden thematischen Umstrukturierung der Miroque dieses Jahr war in allen Regelausgaben 2012/2013 und in vielen Sonderausgaben ein themenbezogenes Maßschnittmuster von golden-pattern enthalten.

Jahr 2013

Der Generationswechsel der Maßschnittmuster-Software wird vollzogen. PASST! ist nicht mehr nur im Buchformat erhältlich, sondern soll wie der Vorgänger GOLDPATT kostenlos im Download bereit stehen, mit einem Shop voller unterschiedlichster Schnittmuster. „Alte“ Schnittmuster der KundInnen sollen auch in PASST! ohne Neukauf verfügbar sein. Im Januar 2013 geht PASST! online auf:

www.passt-online.de

Im Dezember 2013 wird dann endgültig der GOLDPATT Download und der GOLDPATT Shop vom Netz genommen, mehr hier im Blog-Artikel R.I.P. GOLDPATT.

 

Jahr 2014

Es geht weiter:

erste neue Basis-Schnittmuster für PASST! entstehen, die früher nicht möglich gewesen wären.

PASST! Schnittmuster sind jetzt auch gesammelt auf CD verfügbar.

Die Kollektionsplanung für die kommenden Monate steht.

Ostern 2014 wird gefeiert! Wir sind stolz auf 15 Jahre golden-pattern Schnittmuster nach Maß und auf tausende aktive KundInnen.

 

Pläne für die Zukunft

Kurzfristig ist einfach:

Dieser Tage wird das Mitmach-Buchprojekt „SelberschneiderInnen“ gestartet, von KundInnen für KundInnen. Mehr auf www.facebook.com/selberschneiderinnen.

Die neue PASST! CD STARTER ist gerade herausgekommen, muss noch bekannt gemacht werden.

Kommenden Monat wird das als 2. Auflage erweiterte Buch „Schneidern im Mittelalter“ als eBook für den Kindle veröffentlicht.

Ein weiterer persönlicher Auftritt auf dem Stoffmarkt Holland wird vorbereitet.

Und die Oster-Feier-Tage werden auch genutzt, die mittel- und die längerfristige Palme zu fokussieren: am Firmen-Whiteboard hängen 107 Zettel mit Ideen und Konzepten, von roten Magneten gehalten.

Also, Langeweile kommt auch die kommenden 15 Jahre nicht auf.

R.I.P. GOLDPATT 1999 – 2013

6. Oktober 2013 4 Kommentare

Liebe GOLDPATT Fans,

heute sind wir hier beisammen, um einem Teil unseres Lebens zu gedenken.

GOLDPATT ist von uns gegangen. Beachtliche 14 Jahre hat GOLDPATT uns Freude bereitet, erst dem kleinen Kreis Vertrauter, dann den vielen Tausenden auf der ganzen Welt, die GOLDPATT kennen und lieben gelernt haben.

Zum Osterfest 1999 mit Liebe ins Leben gerufen von Mutter DELPHI mit all Ihren in Ihrer Zeit wegweisenden Fähigkeiten und Vater George mit den stets schrägen Ideen, fand GOLDPATT schnell und wie von selbst eine große Fan-Gemeinde.

Mit immer neuen Ideen hat uns GOLDPATT Freude bereitet, nie war das Zusammensein langweilig. GOLDPATT hat viele interessante Kontakte zu interessanten Menschen geknüpft.

In der besten Zeit, den Jahren 2001 bis 2011, hatte GOLDPATT über 30.000 Anhänger gewonnen, eine große Anzahl  davon haben das Leben und die Entwicklung von GOLDPATT regelmäßig und aufmerksam verfolgt. Jede Neuigkeit wurde dankbar aufgenommen, viele Anregungen erreichten GOLDPATT und befruchteten ständigen Fortschritt.

Nach und nach zeigten sich aber erste Spuren des Alters, die GOLDPATT aber stets durch Weisheit, Zuverlässigkeit und Stabilität ausgleichen konnte. Das Umfeld, der Zeitgeist, Wünsche und Möglichkeiten ändern sich, entwickeln sich weiter – schon immer und in allen Bereichen des Lebens kommt irgendwann die Zeit für eine neue Generation.

Die letzten beiden Jahre hat GOLDPATT hingebungsvoll damit verbracht, dem erst noch kleinen, zerbrechlichen Nachwuchs PASST! der Mutter .NET all das Wissen und die Erfahrung bereitzustellen, die den Weg einer erfolgreichen Maßschnittmuster-Software ebnet. PASST!, jetzt durch diese Hilfe gereift und stark, wird uns in der kommenden Zeit über den Verlust trösten können.

Nach dem letzten Tage des Jahres 2013 wird GOLDPATT nicht mehr zum Download bereit stehen.

Wir werden GOLDPATT nicht vergessen. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir gemeinsam verbrachten.

George und das Team
www.golden-pattern.de
facebook.golden-pattern.de

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PS: Zur Erinnerung an das frühe Leben von GOLDPATT hier einige Erinnerungsfotos aus der Zeit um die Jahrtausend-Wende:

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R.I.P.: „Requiescat in pace“ (lateinisch), „Rest in peace“ (englisch), übersetzt „Ruhe in Frieden“ – verbreitete Grabinschrift seit dem frühen Mittelalter; heute auch gern angewendetes Akronym vor allem bei bevorzugt schwarz gekleideten ZeitgenossInnen.

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Schnelles Musterstück

12. August 2013 1 Kommentar

06:13 Freitag. Kommenden Montag ist die Fotosession für die neuen PASST!-Modelle, die mit dem Newsletter Ende kommender Woche freigegeben werden sollen. Klassische Herrenmodelle. Herrenhose, auch mit Bundfalten. Herrenhemd. Krawatte. Eigentlich alles fertig. Jemand hat die Frau neben den Mann gestellt. Herrenmodelle heißt ja nicht „Men´s only“! Nur: Warum ist die Dame oben ohne?

06:20 Der grausame Verdacht wird Erkenntnis: Kein Material und Konzept für das Damenhemd. Was tun? Mittags lauert der nächste Termin…

06:22 [Liebe SelberschneiderInnen: kennt Ihr das Gefühl, im Stoffgeschäft den phantastischen XY-Stoff nicht einfach traurig zurücklassen zu können – die gesammelten Gefühle werden dann in einem Schrank gelagert, bis die Tür nicht mehr schließt – und dennoch ist für das KONKRETE Nähprojekt nicht das Richtige dabei…] Glücklicherweise gibt es das bescheidene, bestens geordnete Stofflager. Zielvorgabe: Erfolgreiche Fahndung nach Material für ein Damenhemd im Konzept Schwarz/Grau/Kontrast.

07:03  Ein Stapel Stoffe, Spitzen und ein Häufchen Knöpfe liegt am Tisch. Gar nicht schlecht – Not macht erfinderisch. Mit der Männer-Kleidung und der Frauenhose vergleichen, die letzte Auswahl treffen, genug da für lange Ärmel? Die Entscheidung ist gefallen.

07:29 Das Schnittmuster ist am PC variiert (für Trinity; tailliert, lange Ärmel, Bündchen, Mandarinkragen), ausgedruckt, geklebt und ausgeschnitten.

07:35 [Liebe KundInnen: Diesen Absatz bitte nicht lesen] Entgegen der üblichen Vorgehensweise wird in Anbetracht der zeitlichen Situation entschieden, das Musterstück für die Fotosession nicht in allen Details alltagstauglich auszuführen, sondern stark zu vereinfachen. Fake-Knopfleiste mit eh etwas zu wenigen vorhandenen Knöpfen und damit Zwangsjacken-Rückenöffnung muss einmal reichen.

07:53 Zuschnitt erledigt, die Schnittteile liegen näh-bereit. Zeitnot hin und her, ein roter Spitzenbesatz für die Rückenpasse, Kragen, Taschenbeleg und Bünde musste sein. Das breite schwarz-goldene Spitzenband eignet sich nicht nur optisch als Knopfleiste, sondern harmoniert auch hervorragend zum Brokat-Hosenstoff.

08:01 Mist! Satzbehälter am Kaffee-Automaten voll. Aber noch vor dem korrekt farblich passenden Nähfaden ist dieses Verbrauchsmaterial in ausreichender Menge wirklich unverzichtbar.

08:04 Nähmaschine und Ausrüstung für die Arbeitsfotos stehen noch von den anderen Musterstücken bereit. Bügeln der Schnittteile? Bei dem Synthetikmaterial nicht nötig. Als ersten Arbeitsschritt die spitzenbesetzten Teile vorbereiten…

08:45 … Rumpf steht… erste Anprobe… Ärmel und Kragen einheften… genaue Höhe der Brusttaschen markieren…

09:36 … alle Nähte geschlossen, der Saum ist gesäumt. Fertig. Zufrieden? Mit den Musterstücken ist es eigentlich immer wie mit einem Hausbau (das erste für den Feind, das zweite für den Freund und das dritte für dich selbst).

09:41 Ein Arbeitsfoto noch, auch für die Vorankündigung des Newsletters in Facebook Anfang kommender Woche. Ob es gefällt?

„Irgendwie krank!“…

12. März 2013 1 Kommentar

…war der erste, spontane Kommentar George´s Tochter bei der Diskussion über das bevorstehende Fotoshooting für den Start der Fashion Doll Fashion Plattform DOLLFORCE.

War doch der Autor letztens ganz harmlos und blaugrauäugig beim Umschauen, wo denn selbergeschneidert wird auf dieser Welt auf einige amerikanische Fashion Doll Magazines gestoßen. Weshalb nicht einmal einige interessante Schnittmuster für Modepuppen herausbringen?

Dass kleine Mädchen mit Puppen spielen, wird kulturell weitgehend akzeptiert. „… zur Prägung und Vorbereitung auf die spätere gesellschaftliche Position und Rolle…“, wie früher einmal analysiert wurde.

Der Zielleser dieser Magazine ist aber sicher kein Kind. Der Spruch über japanische Kleinwagen aus den 1970ern stimmt hier nur zur Hälfte: „Für Erwachsene zu klein, für Kinder zu teuer“. Eine große Zahl gestandener, ganz normaler (später hierzu mehr) Erwachsener frönen dem Hobby des Sammelns und der Gestaltung von Modepuppen.

„Ich kenne niemanden, der sich mit Puppen beschäftigt.“, argumentiert George´s Tochter. Stimmt. Warum eigentlich bei den beachtlichen Auflagen dieser Magazine? Aber kennen Sie jemanden, der Jungle Camp schaut oder BZ liest? Wer etwas recherchiert, kommt schon den Communities aber schnell auf die Spur.

Was treibt die Frau oder (seltener wohl) den Mann von heute dazu, als Hobby Puppen zu sammeln? An diesem Punkt kommt die Tochter-Vater-Diskussion nicht recht voran. Vieles kann man mutmaßen, unterstellen, mit in den Zeitschriften erspähten Indizien zu belegen versuchen – nur ist George wohl eher Nerd als Sigmund II. und Töchterchen hätte ihre Abschlussarbeit statt über Mental Economics  besser schreiben sollen über „The Psychology of Fashion doll collectors“.

Keinesfalls scheinen George sittlich stärker bedenkliche Motivationen bei der Beschäftigung mit den Puppen vorzuliegen, was aber sehr kontrovers diskutiert wird. Am ehesten vielleicht Kunst? Mit Malerei oder Fotographie oder (einigen) MTV Videos vergleichbar?

Wieviel Traurige Augen und Schmollmund ist normal? Wie viel Nacktheit und welche Pose ist erlaubt? Was trägt die modebewusste Puppe von heute? Ist ein Unterschied zu machen in der Bewertung eines abgebildeten Menschen und einer Puppe in einem Gothik-Magazin? Ist das Fesseln mit roten oder blauen Seilen angemessener? Und so weiter.

George´s Tochter jedenfalls konnte sich schlussendlich für ihr Weltbild wie Seelenwohl mit folgender Erkenntnis beruhigen: „Ach George, ich habe kein Problem damit, dass Du Dich mit dem Fashion Doll Thema beschäftigst. Du hast ja nur den kapitalistischen Aspekt des Umsatzwachstums in diesem Nischenmarkt im Auge.“. Gut so.

George selbst aber hat jetzt vermutlich Angst vor einem Outing. Niemals dürfte jemand erfahren, wenn er die kleinen Plastikfiguren mit den leuchtenden großen Augen und den liebevoll gestalteten Gewändern ins Herz geschlossen hätte…

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Blog SELBERSCHNEIDERN hiermit eröffnet!

30. Oktober 2012 1 Kommentar

Da ist er: der Blog SELBERSCHNEIDERN von George dem Selberschneider. Allerlei Organisiertes und Unorganisiertes zum Thema Hobby Nähen ist geplant, Vieles in der Schublade und auf der Festplatte, ständig auf Achse, kein Posting-Notstand in Sicht.

Wer von Anfang an dabei sein will – jetzt FOLGEN klicken.

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