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Schneidern im Mittelalter (11/13): Nähprojekt KAPUZENHAUBE

SCHNEIDERN IM MITTELALTER

Folge 11 – Nähprojekte: KAPUZENHAUBE

Die Kapuzenhaube (auch Gugel, Cucullus genannt) war eine seit dem späten 11. Jahrhundert bis 15. Jahrhundert hinein verbreitete Kopfbedeckung für Männer. Sie unterlag einer stetigen, zunehmend modisch orientierten Weiterentwicklung.

Die generelle Form bestand aus einem die Schultern bedeckenden Cape mit angeschnittener Kapuze. Der hintere Kapuzenteil endete in einem Zipfel (Liripipe), das im Verlauf der Jahrhunderte teilweise bis zur Hüfte hinab hing.

Durch die etwa gleiche Größe des Hals- und Gesichtsausschnittes lies sich die Kapuzenhaube nicht nur in der ursprünglich sinnhaften Form (nämlich als Kapuze) tragen, sondern auch als in der Gesichtsöffnung getragenen Hut. Sehr lange Liripipes wurden dabei dann um die Stirn gewickelt.

Die ursprüngliche, für Arbeit und Reise genutzte Form der Kapuzenmütze diente dem Wetterschutz und der Wärmung des Kopfes. Hierzu wurde dichte Wolle oder auch Leder/Fell verwendet. Für bessere Dichtheit und Tragekomfort konnte die Kapuzenmütze gefüttert sein – später auch gern modisch kontrastfarbig.

Als modische Kopfbedeckung ab dem 14. Jahrhundert war die Kapuzenmütze häufiger auch in anderen, zur übrigen Kleidung passenden Materialien anzutreffen.

Das Schnittmuster Kapuzenhaube

Auf dem Schnittmuster sind neben der typischen Grundform keine weiteren festen Varianten eingezeichnet; die Schnittform ergibt sich ursächlich aus den Kopfmaßen. Anpassungen können aber je nach gewünschtem Einsatzzweck und Trageart leicht selbst frei vorgenommen werden, speziell:

Schulterlänge:  Je nach Material und gewünschter Trageart kann das Cape-Teil kürzer oder länger, schmaler oder breiter ausgeführt werden.

Liripipe:  Als frühe Arbeitsbekleidung eher in der eingezeichneten Länge, kann aber nach persönlichem Belieben verlängert werden (grundsätzlich je später desto länger).

Zur Ausführung eignen sich dichte, etwas festere Materialien – vor allem Wollstoffe / Loden oder auch Leder und Fell.

Das Musterstück ist in Kalbsleder ausgeführt. Bei der Arbeit mit Leder ist es eine Herausforderung, ergibt aber auch im Ergebnis eine Einmaligkeit, die natürlichen Gegebenheiten wie Form oder Stärke des Materials in die Arbeit einzubeziehen. Im Musterstück beispielsweise bildet der natürliche Rand der Haut weitgehend den Saum des Capes; eine Verlängerung der Liripipe ist mit einem Lederriemen angenestelt.

Das Schnittmuster im Download beinhaltet eine bebilderte Schritt-für-Schritt Nähanleitung.

Das Schnittmuster zum Nähprojekt: Das Schnittmuster steht für die Maßschnittmuster-Software PASST! (kostenloser Download auf der Seite www.passt-online.de) und in vielen Standardgrößen zur Verfügung. In den gut 4 Wochen nach der Erstveröffentlichung dieses Blogartikels steht das Schnittmuster durch Eingabe des Gutschein-Codes auf der Bestellseite (dann EINLÖSEN klicken!) kostenlos zum Download bereit; nach dieser Frist gilt der normale Listenpreis.
Mittelalterliche KAPUZENHAUBE
Die Kapuzenhaube bei Männern war vom frühen 13. Jahrhundert bis ins 15. Jahrhundert anzutreffen und in einer stetigen, zunehmend modisch orientierten Weiterentwicklung…
Gutschein-Code: sim11kh (gültig vom 04.11.-08.12.2013)
Details…

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