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Schneidern im Mittelalter (7/13): Nähprojekt COTTE

SCHNEIDERN IM MITTELALTER

Folge 7 – Nähprojekte: Einleitung und COTTE

Projekte Mittelalter-Kleidung

In den folgenden Kapiteln werden Sie alles Erforderliche erfahren, um einige authentische, verbreitete, nicht zu komplizierte Kleidungsstücke „normaler Menschen“ aus dem Mittelalter selbst herzustellen.

Die 5-teilige Kollektion mit Vorbildern aus dem 13./14. Jahrhundert eignet sich als Grundausstattung für Sie, Ihn und Es.

Die Dame ist mit dem langen Unterkleid (Cotte), dem zeittypischen, seitlich offenen Kleid und dem Gebende  (Barbette/Fillet/Haarnetz oder Schleier) korrekt bekleidet.

Der Mann trägt die kürzere Cotte über dem Beinkleid  (Bruche), den Kopf schützt die Kapuzenmütze, die ganz unterschiedlich getragen werden kann.

Kinder können sich in  Varianten der Cotte, der Bruche und des Kleids wohl fühlen.

Zu den einzelnen Kleidungsstücken folgen kurze Beschreibungen; Näheres zu Material, Zuschnitt und Verarbeitung steht im jeweiligen Schnittmuster. Und das Beste: Damit es für keine(n) SelberschneiderderIn an den Kosten scheitert, stehen die Schnittmuster jeweils für 4 Wochen ab Erstveröffentlichung des jeweiligen Blogartikels zum kostenlosen Download bereit (mehr am Ende des jeweiligen Nähprojekts).

Nähprojekt COTTE

Mittelalterliche Cotte MedievalDie Cotte war ein einfaches, für viele Anlässe und in vielen Kombinationen tragbares Kleidungsstück für Frauen, Männer und Kinder; verbreitet im 12. bis 15. Jahrhundert. Es wurde typischerweise direkt auf der Haut getragen, ohne Verzierungen oder spezielle modische Finessen, entweder als Untergewand unter Kleidern oder Mänteln oder auch als alleinige Oberbekleidung – speziell zu Haus oder bei der Feldarbeit. Als Oberbekleidung konnte die Cotte auch gegürtet getragen werden.

Die Cotte war langärmelig, mit einem Saum,  aber oft auch mit einem Umschlag abgeschlossen. Zur Arbeit oder als einfaches Untergewand war die Cotte mit einem geraden, weiten Ärmel versehen. Als repräsentatives Untergewand konnte der Ärmel aber auch vom Ellenbogen aus eng  anliegen, mit zahlreichen Knöpfen geschlossen.

Die Weite der Cotte und die Schnittführung variierte je nach Einsatz und in der zeitlichen Entwicklung. Erste Schnitte zeigten noch das Erbe der Tunika: das gerade, an der Webbreite der Stoffbahn orientierte Rumpfstück, bei gewünschter Weite mit seitlichen und/oder zentralen Einsätzen bis in Hüfthöhe ergänzt. In späteren Zeiten waren auch körpernahe Linienführungen mit angeschnittener Weite möglich. Zu Bewegungsfreiheit (z.B. beim Reiten) konnte die Cotte vorn und hinten bis in Hüfthöhe geschlitzt sein.

Die Frau trug die Cotte oft als Unterkleid knöchel- oder bodenlang. Material und Farbe können hier wahlweise Kontrast oder Einheit schaffen zum gewählten Oberkleid.

Beim Mann endete der Saum der Cotte eher um das Knie herum, getragen über dem Beinkleid.

Als Material bot sich vor allem Leinen an. Ob grob gewebt naturfarben oder fein, weicher fallend und (pflanzenfarbig) bunt, bleibt der gewünschten Nutzung überlassen. Historisch war die Cotte auch häufig aus Nessel hergestellt, als wertvolles Unterkleid auch aus Seide. Im Vordergrund stand sicher auch angenehmes Tragen auf der Haut, weshalb Wolle vielleicht eher nicht das Material der Wahl für dieses Kleidungsstück war.

Das Schnittmuster zum Nähprojekt: Das Schnittmuster steht für die Maßschnittmuster-Software PASST! (kostenloser Download auf der Seite www.passt-online.de) und in vielen Standardgrößen zur Verfügung.In den ersten 4 Wochen nach der Erstveröffentlichung dieses Blogartikels steht das Schnittmuster durch Eingabe des Gutschein-Codes (dann EINLÖSEN klicken!) kostenlos zum Download bereit; danach gilt der normale Listenpreis.
Mittelalterliche Cotte
Mittelalterliches Gewand Cotte für Frauen, Männer und Kinder in verschiedenen Varianten (ca. 1150 – 1450).
Gutschein-Code: sim07co (gültig vom 25.07.-30.08.2013)
Details…
  1. fee
    26. Juli 2013 um 12:07

    Leider funktioniert das Herunterladen des Downloads nicht. Das Pattern lässt sich nur als Bezahlvariante in den Warenkorb legen.

    • 26. Juli 2013 um 15:31

      Hallo fee,
      geht ganz bestimmt! – schon 100mal passiert. Den Gutschein-Code in das Feld eintippen und EINLÖSEN klicken, dann springt der Betrag auf €0,00. Einfach nochmal probieren…

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